Grenzweg Grünes Band Tour 1: Dreiländereck - Blankenstein
Ziel: Blankenstein
Länge: ca. 40 km
Verlauf: Drei-Ländereck (36) - Posseck - Gassenreuth (35) - Wiedersberg - Heinersgrün (34) - Mödlareuth - Hirschberg - Sparnberg (31) - Rudolphstein - Pottiga - Blankenberg - Blankenstein
Die erste Etappe des Weges entlang des Grünen Bandes beginnt am Dreiländereck im Vogtland. Vor hunderten von Jahren war das Vogtland in einer Hand der Vögte von Weida. Mit der Herausbildung der feudalen Herrschaftsgebiete gingen die Böhmen, die Sachsen und die Hohenzollern in Franken getrennte Wege. Es bildete sich das Böhmische Vogtland auch unter Egerland bekannt, das Sächsische Vogtland der Wettiner und das Bayerische Vogtland. Als nach dem 2. Weltkrieg die Grenzen neu gezogen wurden war das sächsische Vogtland Teil der DDR. Das Bayerische Vogtland nun Teil der BRD und der tschechische Teil die CSSR. Entlang der Grenzen war jetzt ein unüberwindbarer „Eiserner Vorhang“.
Je nach der Anreise, ob von Plauen/Oelsnitz im Norden oder Hof/Rehau im Westen ist etwa eine Tour von 10 – 20 km über Nebenstraßen zu unternehmen, um an das Dreiländereck bei Prex in der Talsenke der südlichen Regnitz zu gelangen.
Nach der Besichtigung des Grenzpunktes mit seinen zahlreichen Grenzsteinen geht die Fahrt nach Nordwesten. Der Weg ist leicht zu erkennen, da noch die Beton-Lochplatten vom Kolonnenweg liegen. Zu beachten ist, dass die Betonplatten für Radfahrer eine Herausforderung sind. Man wird nicht nur durchgeschüttelt, die Bereifung ist auch stark beansprucht.
Der erste Ort, der passiert wird, ist das Dorf Posseck, Ortsteil von Triebel. Nach der Strecke über Feldfluren geht es durch ein Waldstück mit dem verlassenen und abgerissenen Weiler Hasenreuth. Um nicht so dicht an der A 93 entlang zu fahren, wird Wiedersberg mit einer Burgruine angesteuert. Bei Heinersgrün wird die A 72 unterquert. Gleich neben der Autobahn steht ein Wachturm 4 x 4, ehemals Kommandoturm der DDR-Grenzer.
Die nächste Grenzstation ist der Bahnhof Gutenfürst, eine ehemalige stark ausgebaute Grenzübergangsstelle. Hier fuhren Anfang Oktober 1989 die Züge mit den Übersiedlern aus der Prager Botschaft in die BRD.
Bei der Weiterfahrt auf dem Kolonnenweg wird nun der Drei-Freistaaten-Stein erreicht. Hier treffen Thüringen, Sachsen und Bayern aufeinander. Jetzt sind es noch 3 km in westlicher Richtung bis zum Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth, dem geteilten Dorf.
Weiter geht es entlang des Tannbaches 3 km bis zur B 2. Diese wird gequert und der Weg führt nun bergab nach Hirschberg ins Tal der Saale. Sehenswertes sind:
- Museum für Gerberei- und Stadtgeschichte - befindet sich in einer ehemaligen Lederfabrik
- Schloss Hirschberg - Barockbau von 1678 auf einem hohen Felsen und ermöglicht einen Rundblick über das Saaletal, den Frankenwald und die Altstadt
- Landschaftspark Hag mit Gondelstation am Engang
Von Hirschberg aus deckt sich die weitere Wegstrecke mit der des „Kammweg Erzgebirge-Vogtland“. Nördlich der Saale ist eine Unterführung unter der A 9. Weiter dem Grenzweg folgend, werden die Siedlungen Sparnberg, Pottiga und Blankenberg passiert.
Im Tal angekommen, ist nun das Ziel Blankenstein, der Kreuzungspunkt der wichtigsten Fernwanderwege, erreicht. Zur Übernachtung kann auch zum Kurort Bad Steben / Frankenwald gefahren werden.
Verkehrsanbindung - Bahnhöfe
- Plauen - Bahnstrecke Leipzig-Hof
- Hof - Bahnanschluss von Leipzig, Bamberg und Regensburg
- Rehau Bahnstrecke Hof-Cheb (CZ)
- Oelsnitz/Vogtland - Bahnstrecke Plauen-Cheb
- Blankenstein - Bahnstecke Triptis-Bad Lobenstein-Blankenstein

