Urlaubsregion Sächsische Schweiz
Die Urlaubsregion Sächsischen Schweiz ist mit ihren Felsengebieten, Tafelbergen und tiefen Schluchten ein Paradies für Wanderer und Klettersportler. Gut beschilderte Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade locken naturbegeisterte Touristen an. Der mannigfaltige Formenreichtum der Sandsteinlandschaft, verbunden mit der Wald- und Heidelandschaft, macht den besonderen Reiz der Sächsischen Schweiz aus. Daraus resultiert auch die Vielfalt der touristischen Angebote in dieser Urlaubsregion.
Diese vielseitigen Formen in dem engen Raum des kleinen Gebirges sind eine Folge der Erosion, der in der Kreidezeit entstandenen Sandsteinplatte. Das Elbsandsteingebirge liegt im Bereich einer geologischen Störungszone zwischen dem Lausitzer Granit und den kristallinen Gesteinen des Erzgebirges.
Vielseitige Angebote gibt es für Biker und für Wassersportler auf der Elbe. Radsportler können den sächsischen Teil des beliebten Elbe-Radweg von Schöna bis Meißen fahren und dann weiter abwärts bis Hamburg.
Nationalpark Sächsische Schweiz
Als das Elbsandsteingebirge vor 200 Jahren für den aufkommenden Tourismus entdeckt wurde, verglich man die wilde Felsenwelt mit den Felsen in der Schweiz. So prägte sich für den deutschen Teil des kleinen Gebirges der Name Sächsische Schweiz heraus. Folgerichtig ist der Begriff für den tschechischen Teil České Švýcarsko Böhmische Schweiz. Geographisch gesehen bilden sie eine Einheit.
Im linkselbigen Teil entstand 1990 der Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Gründung des Nationalparks Böhmische Schweiz folgte 2000. Die anderen Gebiete vom Elbsandsteingebirge in Sachsen und in Böhmen sind Landschaftsschutzgebiete. Wenn auch die Landschaft in den Jahrhunderten durch die Tätigkeit der Menschen geprägt und eine Kulturlandschaft wurde, gibt es große Areale der ursprünglichen Natur, die es zu erhalten gilt.
Wehlener Steinbruch
Die Steinbrecherei in der Sächsischen Schweiz hat eine fast tausendjährige Tradition. Ab 1388 wurde in Wehlen Sandstein abgebaut. Dadurch hat sich der untere Teil stark verändert.
Früher standen die Felswände dichter am Flusslauf. Diese Arbeit war sehr hart und gefährlich. Die Wände wurden im Ganzen "gefällt". Dazu unterhöhlten die Steinbrecher die bis zu 70 Meter hohen Wände und stützten sie von unten ab. Unter ihrem eigenen Gewicht sollten sich anschließend die Wände vom Massiv lösen und in einen vorbereiteten Bruchraum fallen. Das konnte mitunter ein Jahr dauern. Maler kamen in die Steinbrüche und zeichneten die Steinbrecher bei ihrer Arbeit. Besonders bekannt sind die Bilder von Robert Sterl. Der Sandstein fand als Baumaterial Verwendung und wurde zu Mühl- und Mahlsteinen verarbeitet. Nach 1900 erfolgte allmählich die Stilllegung der Steinbrüche und in deren Folge begann die Wiederaufforstung der Bruchhalden.
Wandern und Klettern
Auf beide Seiten der Elbe prägen zahlreiche Tafelberge, die aus der Hochebene herausragen, das Landschaftsbild. Der Höchste ist der Große Zschirnstein. Beliebte Wanderziele sind die Tafelberge Pfaffenstein, Lilienstein, Rauenstein und Zirkelstein. Das Besondere im Gebirge ist auch die Klimasituation und die Vegetation. Auf den Hochplateaus der Tafelberge und Felsriffe herrscht ein warmes trockenes Klima und die Vegetation ist steppenartig mit Heidepflanzen.
Sächsische Schweiz erleben und entdecken mit der Gästekarte
Gäste erhalten die Gästekarte bei der Anreise, wenn Sie in einem der folgenden Orte übernachten:
Bad Gottleuba-Berggießhübel | Bad Schandau | Gohrisch | Hohnstein | Königstein | Lohmen | Pirna | Kurort Rathen | Reinhardtsdorf-Schöna | Rosenthal-Bielatal | Sebnitz | Struppen | Stadt Wehlen.
Mit dieser Gästekarte können Ermäßigungen in einer Vielzahl von Freizeiteinrichtungen genutzt werden.
Die Gästekarte gilt
- für die Dauer Ihres Aufenthaltes und ist nicht übertragbar.
- Die Gästekarte ist ein kostenfreier Service der beteiligten Gastgeber und Partner. Sie kann nicht käuflich erworben werden.
- Sie erkennen alle beteiligten Partner anhand des Gästekarten-Logos.
Mobil mit Bus - Fähre - Kirnitzschtalbahn
In den Sommermonaten verkehren in der Sächsischen Schweiz zusätzlich zu den Regionalbuslinien die FahrradBus- und WanderBus-Linien. == Informationen auf der Webseite Regionalverkehr
Mit der Fähre die Elbe überqueren
Die Elbe mit ihrem engen Canon teilt von Dečin bis Pirna das Elbsandsteingebirge in zwei Teile. Bei Pirna treten die Felswände zurück und die Elbe ergießt sich in den Elbtalkessel von Dresden.
10 Fährschiffen queren an 8 Fährstellen die Elbe und sind somit der größte Binnen-Fährbetrieb Deutschlands.
- F1 Fährverbindung Schöna (D) - Hřensko (CZ)
- F2 Fährstelle Schmilka
- F3/4 Fährstelle Postelwitz - Krippen - Bad Schandau
- F5 Bad Schandau (Bh) - Bad Schandau (Bahnhofsfähre)
- F6 Königstein - Halbestadt (CZ)
- F8 Stadt Wehlen
- F8 Pirna - Pirna-Copitz
- F10 Heidenau - Birkwitz
Schiff ahoi entlang der Elbe
Im Linienverkehr befahren die Fahrgastschiffe von Bernd Frenzel das obere Elbtal im Nationalpark "Sächsisch-Böhmische Schweiz" inmitten des Elbsandsteingebirges von 05.Mai bis 25.Oktober 2026. Jeweils von Dienstag bis Samstag fährt das Schiff täglich ab 9.30 Uhr die Elbe entlang von Pirna nach Hrensko (CZ) und wieder zurück.
Während der Fahrt sind die Basteibrücke, die Festung Königstein, der Lilienstein und die Schrammsteinkette zu sehen. In den Orten Wehlen, Rathen, Königstein und Bad Schandau kann zu- oder ausgestiegen werden. Ankunftszeit in Pirna ist 17.45 Uhr.
Für den Linienverkehr gibt es die Fahrscheine direkt an Bord. (Kartenzahlung ist nicht möglich)
Mit der Kirnitzschtalbahn unterwegs
Seit 1898 befördert die Kirnitzschtalbahn Wanderer, Touristen und Kurgäste zu ihren Zielen. Auf etwa 8 Kilometern fährt die meterspurige Bahn parallel zum Flüsschen Kirnitzsch durch die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges von Bad Schandau (Abfahrt vom Kurpark) zum Lichtenhainer Wasserfall.
Von allen Stationen führen Wanderwege zu herrlichen Aussichten, wie den Winterbergen, den Schrammsteinen, den Affensteinen, dem Kuhstall... Aber auch die Hinterhermsdorfer Schleusen sind als Wanderziel beliebt.
Die Kirnitzschtalbahn ist die einzige Straßenbahn, welche ibn einen Nationalpark einfährt.