Grenzweg Grünes Band Tour 6
Ziel: Fladungen
Länge: 56 km
Fahrstrecke: Bad Königshofen- Behrungen - Berkach (Grabfeld) - Irmelshausen (Höchheim) - Henneberg (Meiningen) - Fladungen
Der Kurort Bad Königshofen an der Fränkischen Saale ist eine Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Der Ort hat einiges Sehenswertes zu bieten:
- Archäologisches Museum und Museum für Grenzgänger
- Stadtpfarrkirche Mariä Hiimelfahrt
- Frankentherme
Durch Bad Königshofen fließt die Fränkische Saale und nimmt dann ihren Lauf durch Bad Neustadt und Bad Kissingen bis Germünden, wo sie dann nach 135 km in den Main mündet.
Von Bad Königshofen aus geht die Radtour auf dem Grenzweg nach Norden. Der Ort Irmelshausen liegt nur einen Kilometer von der Grenzlinie zwischen Bayern und Thüringen entfernt. Sehenswert ist der Anblick vom gut erhaltenen Wasserschloss, welches eines der schönsten in Bayern ist. In Irmershausen steht die Kirche St. Jakob und sie besitzt Chor mit einem hölzernen Epitaph, welches Bernhard und Sybilla von Bibra darstellt.
Es geht weiter in Richtung Mendhausen und kurz vor dem Ort trifft man wieder auf den Grenzweg. Dieser geht erst nach Norden und biegt dann nach Westen. Einen Kilometer nach der Wegebiegung trifft man auf das Deutsch-Deutsche Freilandmuseum Behrungen. Hier ist ein Teil der Grenzanlagen erhalten.
Zentral steht ein Kommandoturm 4x4 m. Eine doppel Zaunanlage schloss das Minenfeld ein. Noch sichtbar ist der Kolonnenweg und die Kfz-Sperre aus Graben und Stahligel. Am Waldrand steht getarnt ein Beobachtungsbunker aus dem die Postenpaare das Gelände überwachten. An der Seite vom Wachturm sind Tafeln, welche das Prinzip der Grenzsicherung durch die DDR erläutern.
Der nächste Ort ist Berkach. Am Gemeindhaus befindet sich an der Außenwand eine Gedenktafel, die an die vertriebenen im Rahmen der "Aktion Ungeziefer" von 1952 erinnert. Nördlich weiter gefahren wird durch Schwickershausen und die Tourenführung auf dem Kolonnenweg erreicht den Ort Eußenhausen.
Die weitere Tour führt nach Henneberg. Zu sehen ist eine Burgruine, welche der ehemalige Stammsitz vom Grafengeschlecht der Henneberger war. Heute wird sie von einem Verein liebevoll gepflegt. Der Ausblick vom Burgberg nach Norden, Süden und auch Westen ist hervorragend.Direkt auf den Grenzstreifen von Bayern und Thüringen befindet sich der "Skulpturenpark Deutsche Einheit" als Gedächtnisstätte.
Nach der Besichtigung der Burgruine geht die Tour durch den Bischofswald und das Stedtlinger Moor. Nach dem Wald wird Weimarschmieden umrundet und weiter im Wald radelt man nach dem kleinen Dorf Melpers an der B 285 nach Kaltennordheim . Etwa 4 Kilometer weiter erreicht man den nördlichsten Punkt Bayerns. Hier dreht die Grenzlinie wieder nach Südwest. Der B 285 folgend kommt man nun nach Fladungen. Sehenswertes in Fladungen:
- Fränkisches Freilandmuseum in Fladungen mit Rhön-Zügle
- Rhönmuseum im ehemaligen Amtshaus
- Teile der Stadtmauer
- Kirche St. Kilian
Regionale Informationen
Vorschläge für Abstecher
Henneberger Land ist eine historische Landschaftsbezeichnung, welche bis in die Neuzeit reicht. Historisch gesehen leitet sie sich von den Besitzungen der ehemalig in dem Gebiet herrschenden Grafen von Henneberg ab (11. Jh. bis 1583). Die Teile des Henneberger Landes decken sich mit dem Kernland der Grafschaft. Ethnisch, kulturell und sprachlich ist diese Region Teil der Region Franken, die unter Thüringen, Bayern und Hessen aufgeteilt ist. Ursprünglich gehörten Sonneberg, Coburg und große Teile des Grabfeld dazu.
Es liegt zwischen der Rhön im Westen, dem Thüringer Schiefergebirge im Osten, dem Thüringer Wald im Norden und dem Grabfeld im Süden.
Das Grabfeld (auch Grabfeldgau) ist ein Teil Frankens und liegt im Grenzbereich Südthüringens und Nordbayerns. Die Landschaft ist flachwellig, hügelig, selten bergig und besteht geologisch aus Muschelkalk und Keuper. Die Höhen sind um die 300 m bis Berge von 650 m. Die Landschaft befindet sich im Regenschatten der Rhön. Im Norden ist das Werratal im Süden sind die Mainfränkischen Platten und im Nordwesten die Rhön. Das Klima und die Bodenbedingungen im Grabfeld sind günstig für den Ackerbau und werden intensiv landwirtschaftlich genutzt.

