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Unterwegs in der Oberlausitz und im Isergebirge

Aus dem Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Polen gibt es Möglichkeiten, weit nach Polen in die Westsudeten zu reisen, welche aus dem Isergebirge und dem Riesengebirge bestehen. Einer der wichtigsten Übergänge ist der Verkehrsknotenpunkt Görlitz. Über diesen führen die Hauptverkehrswege für den Bahn und Straßenverkehr zu den Städten im Gebirgsvorland, zu den Kurorten und Urlaubszielen im Bergland.

Besonders über die Autobahn A 4 / E 40 gelangt man in die Orte im Isergebirgsvorland und in die Flusstäler von Queis, Bober und Katzbach. Zahlreiche historische Städte aus der Zeit der deutschen Siedlung, wie Liegnitz, Bunzlau, Lauban, Goldberg, Löwenberg, Jauer und Greifenberg sind erreichbar. Eine direkte Hauptstraße führt in die Stadt Jelenia Góra (Hirschberg) am Nordrand vom Isergebirge. Beliebt sind der Kurort Świeradów-Zdrój (Bad Flinsberg) und der Urlauberort Szklarska Poręba (Schreiberhau) am Riesengebirge.

Natur erleben

Da Isergebirge und Riesengebirge bis 1000 - 1500 m reichen, durch Niederschlagsreichtum und größere Entfernung von Industriegebieten ist der Nadelwald in den Westsudeten noch gesund.
Die Grenze zwischen Polen und Tschechien spielt keine Rolle mehr und somit ist ein Wandern auf dem Kammweg sprichwörtlich grenzenlos möglich.

Neiße ist ein Nebenfluss der Oder

Grenzübergreifende Flüsse

Die Lausitzer Neiße (Lužická Nisa) ist der linke Nebenfluss der Oder. Der Fluss hat vier Quellen im Isergebirge.
Die Neiße bildet bis zu ihrer Mündung in die Oder die Grenze zwischen Polen und Deutschland.

Die Flüsse aus dem Isergebirge und dem Riesengebirge wie Queis, Bober und Katzbach auf der polnischen Seite des Gebirges fließen nach Norden der Oder zu.

Fernwege entlang der Grenze

Fernwege sind der Oder Neiße Radweg von der Quelle im tschechischen Isergebirge bis insel Usedom an der Ostsee.
Die Via Czechia, ein Wander-, Ski und Bikertourensystem, führt von dem Zittauer Gebirge über das Isergebirge und das Riesengebirge bis an den östlichsten Punkt von Tschechien in den Beskiden.
Auch der Europaweg 3 (Eisenach – Budapest) hat seine Streckenführung durch die nördlichen Gebirge von Tschechien entlang der Grenze zu Polen.

Grenzübergreifende Literatur

Im schlesischen Teil in Polen haben mit dem Waldenburger Bergland, dem Heuscheuergebirge, dem Eulengebirge und dem Adlergebirge / Habelschwerdter Bergland die Mittelsudeten ihre Fortsetzung.
Über die Gipfel des Isergebirges und des Riesengebirges und des Adlergebirge verlaufen beliebte Wanderwege, welche ein grenzenloses Wandern zwischen den befreundeten Staaten ermöglichen.

Burgen und Schlösser besuchen

Das Gebiet nördlich vom Iser- und Riesengebirge wurde im 19. Jh. ein beliebtes Erholungsziel vom Adel und der Prominenten aus Preußen und zahlreiche Schlösser entstanden.
Heute werden diese Schlösser wiederentdeckt, instandgesetzt und ziehen als Hotels, Museen und als Event-Lokationen Touristen an. Besondere Kulturdenkmale sind die hölzernen Friedenskirchen.

Jahrhunderthalle - UNESCO - Weltkulturerbe in Breslau
Jahrhunderthalle - UNESCO - Weltkulturerbe in Breslau

Grenzübergänge

Wanderübergangsmöglichkeiten sind:

  • Im Süden keine direkten Wanderübergänge, da sich das Gebiet in Polen mit dem riesigen Tagebau Turow anschließt.
  • Fußgängerbrücke Bahnhof Ostritz – Krzewina
  • Görlitz Altstadtbrücke
  • Fußgängerbrücke Deschka - Pieńsk

Straßengrenzübergang

  • Zittau B 178 – Bogatynia
  • Hagenwerda - Radomierzyce
  • Stadtbrücke Görlitz - Zgorzelec
  • Autobahnbrücke Ludwigsdorf
  • Krauschwitz - Przewóz
  • Krauschwitz - Łęknica
  • Bad Muskau - Łęknica

Straßenübergänge Tschechien – Polen

  • Zittau / Sieniawka - Hrádek nad Nisou
  • Bogatynia – Frýdlant
  • Zawidów - Frýdlant
  • Leśna - Horní Řasnice
  • Świeradów-Zdrój - Nové Město pod Smrkem
  • Szklarska Poręba - Harrachov