Burg Henneberg
Die Burgruine Henneberg, auch Henneburg, befindet sich östlich vom Meininger Stadtteil Henneberg. Sie ist erstmals 1096 mit dem Grafen Godebold II. und seinen Bruder Poppo urkundlich erwähnt worden. Jüngste archäologische Befunde lassen auf eine ältere Herkunft schließen.
Die Grafen von Henneberg waren ein Südthüringer Adelsgeschlecht, welches das Gebiet zwischen der Rhön und dem Thüringer Wald im Hochmittelalter beherrschten. Der Sohn des ersten bekannten Grafen Poppo I., aus der Mitte des 11. Jh., namens Godebold II. soll um 1096 die Henneburg bei der Ortschaft Henneberg errichtet haben.
Die Blütezeit der Anlage war in der Mitte des 13. Jh. Die archäologischen Grabungsbefunde bestätigen das Alter und die Datierung der Bauten wie Bergfried, Palas und der Ringmauer. 1274 erfolgte die Teilung der Grafschaft in die Schleusinger und Römhilder Linie. So wurde die Henneburg nicht mehr als Residenz benötigt.
Aus der Burggeschichte
Der Graf Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen wurde gefürstet und war in hohen Funktionen, so beim Kaiser Ludwig dem Bayer. 1393 ging die Burg Henneberg an die Linie Römhild.
Im Mai 1525 soll der Bildhäuser Haufen der Bauern die Burg eingenommen und verwüstet haben. Mitte des 16. Jh. kam es zu teilweisen Abbrüchen.
Als im Jahre 1583 die Henneberger Grafen ausstarben, kam der Besitz an die ernestinischen Wettiner. Es wohnten zwar noch Menschen auf der Burg, der Abbruch ging aber weiter. 1784 nutzte nochmals der Herzog von Sachsen-Meiningen die Anlage.
Im 19. Jh. gab es erste Grabungen und Sicherungsarbeiten diese wurden intensiv vom Geschichtsverein ab 1935 betrieben.
Im Sperrgebiet der Grenze liegend war von 1946 bis 1989 die Burg nicht mehr zugänglich . Von hier überwachten die Grenztruppen der DDR den Grenzübergang der F 19/B 19.
Seit 1995 ist die Ruine im Besitz der Stiftung der Thüringer Schlösser und Gärten.
