Urlaubsregion Sächsisches Vogtland
Das Vogtland befindet im Grenzgebiet von Sachsen, Thüringen, Tschechien und Bayern. Der Name hat seinen Ursprung in dem ehemaligen Reichsland, verwaltet von den Vögten. Viele Jahrhunderte war es das Herrschaftsbereich der Vögte von Weida, Gera, Plauen und Greiz.
Heute wird der Name Vogtland vor allem mit dem Vogtlandkreis in Sachsen in Verbindung gebracht.
Natur erleben
Bekannt als Erholungsgebiete sind die Talsperre Pöhl (Trieb), die Talsperre Pirk (Weiße Elster), die Bleilochtalsperre (Saale) und die Talsperre Zeulenroda (Weida). An das Vogtland grenzen im Osten das Erzgebirge, im Westen das Thüringer Schiefergebirge und der Frankenwald sowie im Süden das Fichtelgebirge.
Der höchste Berg vom Vogtland ist der Schneehübel (974 m) bei Carlsfeld. Bekannt sind der Aschberg (936 m) und der Topasfelsen Schneckenstein (883 m).
Das Hügelland wird durchschnitten von der Weißen Elster und der Göltzsch, im Bayerischen und Thüringer Vogtland fließt die Saale von Süd nach Nord.
Die tief eingeschnittenen Täler wurden im 19. Jh. durch mächtige Brücken für den Eisenbahnverkehr überbrückt. Die bekannteste Brücke ist die weltgrößte Ziegelsteinbrücke über das Göltzschtal zwischen Mylau und Netzschkau.


Heilquellen haben zur Entstehung der Kurorte Bad Elster und Bad Brambach geführt.
Mit den benachbarten Kurorten Joachimsthal im Erzgebirge, Karlsbad und Franzensbad im Egerland, Marienbad, Bad Königswart und Sybillenbad im Böhmischen Wald / Oberpfälzer Wald bilden sie eine sechseckige Kurregion.
Bad Elster ist eines der ältesten Mineral- und Moorheilbäder Deutschlands. Die Heilwirkung der heutigen Moritzquelle wurde schon 1669 beschrieben.
Die Wettinquelle in Bad Brambach ist die stärkste Radonquelle der Welt.

Zahlreiche Museen im Vogtland
Das Plauener Spitzenmuseum, untergebracht im Alten Rathaus von Plauen, dokumentiert die historische Entwicklung der Spitzen- und Stickereiindustrie vom Vogtland. Sie präsentiert Erzeugnisse der einzigartigen Textilbranche und zeigt den historischen Wandel der Produktion und Gestaltung.
„Plauener Spitze®“ ist ein geschützter Markenname.
Als Musikwinkel bezeichnet man die Orte Markneukirchen, Erlbach, Klingenthal und Schöneck und umliegende Dörfer. Auf der böhmischen Seite ist Kraslice (Graslitz) auch ein Zentrum des Musikinstrumentenbaus.
Der Musikinstrumentenbau begann mit der Ansiedlung böhmische Exulanten in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Markneukirchen. Die Geigenbauer kamen vorwiegend aus Graslitz. 1677 bildete sich die Geigenbauerinnung.
Es folgten auch der Bogen- und Saitenbau sowie Gitarren- und Zitherbau. Anfang des 18.Jh. kamen noch Holzblasinstrumente und Waldhörner hinzu.
Bald war die gesamte Palette des klassischen Orchesterinstrumentenbaus vertreten. Das Handwerk weitete sich auf die umliegenden Orte Adorf und Brambach aus.
Ab 1829 spezialisierte man sich in Klingenthal auf Harmonikas.
Diese Konzentration brachte einigen Reichtum in die Region. Am Beginn des 20. Jh. hatte der Harmonikabau und die Streichinstrumentenfertigung einen Weltmarktanteil von ca. 50 Prozent.
In der DDR-Zeit wurden viele Musikinstrumente in industrieller Serienproduktion gefertigt. Die meisten dieser Betriebe sind nach 1990 in Insolvenz gegangen. Dadurch gewannen die kleinen Meisterbetriebe wieder an Bedeutung. Der vogtländische Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung wurde 2014 in das Bundesverzeichnis vom immateriellen Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Die größten Städte im Sächsischen Vogtland sind die Kreisstadt Plauen, Auerbach, Oelsnitz, Reichenbach, Rodewisch, Lengenfeld, Elsterberg Falkenstein und Klingenthal. Kleine Orte sind die Heilbäder Bad Brambach und Bad Elster.
Im Thüringischen Vogtland sind es die kreisfreie Stadt Gera, die Kreisstädte Greiz und Schleiz sowie die Städte Zeulenroda-Triebes, Berga, Ronneburg, Weida und Bad Lobenstein.
Im Bayerischen Vogtland sind es die kreisfreie Stadt Hof und die Städte Selb und Rehau.
Zum Böhmischen Vogtland (Egerland) gehören Aš (Asch), Cheb (Eger) und Kraslice (Graslitz).






















