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Sächsischer Jakobsweg

Start: Bautzen / Oberlausitz
Ziel: Hof /Franken
Wanderkarte Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße

Zu den bekanntesten Pilgerwegen in Sachsen gehört der Jakobsweg mit 295 Kilometer Länge. Er folgt der mittelalterlichen Frankenstraße und führt von Bautzen im Osten von Sachsen in südwestlicher Richtung durch den Freistaat bis hin nach Hof in Oberfranken im Freistaat Bayern. Dort schließt er an den Oberfränkischen Jakobsweg nach Nürnberg an.

Zu erkunden sind auf dem abwechslungsreichen Weg durch Sachsen die großen Städte wie Dresden, Chemnitz, und Zwickau. Zu erleben sind die Landschaften der Oberlausitz, vom Elbland bei Dresden, die ersten Berge des Erzgebirges zwischen Freiberg und Stollberg sowie das Sächsische Vogtland bei Auerbach und Oelsnitz.

In Zwickau und Hof wird der Jakobsweg an der Via Imperii gekreuzt. Für diesen Pilgerweg von Berlin über Plauen nach Hof sind die beiden Wanderkarte "Jakobsweg an der Via Imperii" zu empfehlen.

Etappenübersicht

Aus der Geschichte

Seit dem 13. Jahrhundert diente die Frankenstraße als Verbindung zwischen der Oberlausitz und Süddeutschland. Dabei wurde die Route insbesondere durch die wichtigen Reichsstädte Zwickau und Chemnitz sowie das damalige Zentrum des Bergbaus, Freiberg, bestimmt. Den festen Verlauf des Weges von Bautzen in der Oberlausitz ins fränkische Nürnberg legte allerdings erst Kurfürst Friedrich II. im Jahre 1462 fest. Schon im Mittelalter dürfte die Frankenstraße aller Wahrscheinlichkeit nach von (Jakobs-) Pilgern genutzt worden sein.

Besonders sehenswert
Aufgrund seiner Anlehnung an die historische Frankenstraße passiert der Sächsische Jakobsweg zahlreiche historisch bedeutende Orte. Besonders hervorzuheben sind hierbei sicher Dresden, Freiberg, Chemnitz und Zwickau. Für die sächsische Landeshauptstadt Dresden mit ihrer Fülle von Sehenswürdigkeiten, allen voran die nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute Frauenkirche sowie die eindrucksvolle Semperoper sollten Sie sich unbedingt einen ganzen, wenn nicht gar zwei Tage Zeit nehmen. Wesentlich bescheidener und dennoch pittoresk erscheint dagegen die Bergbaustadt Freiberg, wobei der spätgotische Dom St. Marien und die Stadtkirche St. Petri in beiden Kirchen mit der Silbermannorgel aus dem 19. Jahrhundert wohl als wichtigste örtliche Sehenswürdigkeiten gelten können.

In Chemnitz, ehemals Karl-Marx-Stadt, sind insbesondere das Opernhaus, das Alte Rathaus, das Siegertsche Haus mit seiner aufwändigen Barockfassade, die kleinste Burg Sachsens: Burg Rabenstein sowie das 1971 eingeweihte Karl-Marx-Monument eine Besichtigung wert. Am Ende der Reise wird der Pilger schließlich mit den Schönheiten Zwickaus belohnt. Hier empfiehlt sich ein erster Gang zum Hauptmark, von dem aus Gewandhaus, Rathaus und Dom als eindrucksvolles Ensemble bestaunt werden können, bevor man sich der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten im Einzelnen widmet.

Neben den großen, kulturhistorisch wichtigen Denkmälern finden sich am Weg zudem viele Zeichen historischer Jakobspilgerschaft:

  • in Dresden sind dies Jakobshospital, Jakobskapelle und Jakobsgasse
  • in Wilsdruff existiert ebenso wie in Freital-Pesterwitz eine Jakobikirche
  • im Tharandter Wald können Sie am heutigen Jagdschloss ein mittelalterliches Pilgerhospiz finden
  • in Freiberg befindet sich wie bereits erwähnt eine Jakobikirche
  • in Chemnitz existiert neben der Stadtkirche St. Jakobi ein Jakobimarkt
  • in Stollberg ebenso wie in Reinsdorf wiederum eine Jakobi- bzw. Jakobuskirche
  • in Zwickau steht schließlich ein auf die Versorgung mittelalterlicher Wallfahrer zurückgehendes Margaretenhospital.