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Thüringische Schieferpark Lehesten

Der Thüringische Schieferpark Lehesten ist das technische Denkmal vom historischen Schieferabbau in einem Tagebau. Er liegt südwestlich der Stadt Lehesten im thüringischen Landkreis Rudolstadt-Saalfeld. Das Gebiet um Lehesten gehört zum Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale.

Der Schieferpark ist nur wenige Kilometer von der Ländergrenze Bayern/Thüringen entfernt. Das Bergbauareal hat eine Größe von 105 ha und war der größte Schiefertagebau Europas. Schon im 13. Jh. begann man hier in Thüringen Schiefer abzubauen. Vom 13. Jh. bis 1999 wurde im sogenannten Staatsbruch Schiefer für Dach- und Wandplatten sowie Schiefertafeln verarbeitet. Es begann mit kleinen Brüchen und mündete im Laufe der Zeit zu einem der ehemals größten Schiefertagebaue des europäischen Festlandes.

Anfangs waren Bürger mit Abbaurechten belehnt. Später war der Bruch im Besitz des Herzogtums Coburg und wurde Staatsbruch im Besitz des Landes Thüringen. Zwischen 1870 und 1910 waren im Schieferabbau von Lehesten 2500 Arbeiter beschäftigt. Ab 1885 wurde das Material über die Schieferbahn Ludwigstadt-Lehesten abtransportiert.

Im Jahr 1993 entstand das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“.

Thüringischer Schieferpark in Lehesten
Thüringische Schieferpark Lehesten
Thüringische Schieferpark Lehesten in Miniatur

Seit 2000 wird der stillgelegte Tagebau von der ehrenamtlichen Stiftung „Thüringischer Schieferpark Lehesten“ (TSL) betreut. Das Schieferparkareal Staatsbruch ist ein Naturschutzgebiet. Der Tagebau ist heute ein ca. 40 m tiefer See. Im Gelände ist eine Naturparkausstellung das Areal ist Teil des Geolehrpfads „Historischer Schieferbergbau“.