Das Landschaftsschutzgebiet LSG Dresdner Heide ist das größte Naherholungsgebiet der Landeshauptstadt Dresden (ca. 17 % der Stadtfläche) und einer der größten Stadtwälder in Deutschland. Die Unterschutzstellung des Waldgebietes begann 1969 und 2008 wurde das Gebiet vergrößert. Heute sind 6133 ha als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Die Dredner Heide besteht aus zwei Teilen:

  • Alte Heide bildet den Hauptteil und gehört administrativ zum Ortsamtsbereich Loschwitz und ist 4836 Hektar groß.
  • Junge Heide ist der westliche kleinere Teil, auf Grund früherer Rodungen durch den Heller räumlich zerschnitten, und gehört zu den Ortsämtern Dresden Neustadt und Klotzsche sowie der Stadt Radeberg.

Im Süden grenzt an das Gebiet das Landschaftsschutzgebiet Dresdner Elbhang. Im Westen sind die Elbhänge der Lößnitz. Das Gebiet wird nur von zwei Straßen durchquert, die Radeberger Landstraße, die diagonal durch den Wald von der Neustadt nach Radeberg verläuft und die Moritzburger Landstraße.
Die Dresdner Heide besitzt ein komplexes System historischer Wege. Bis heute haben sich die historischen Wegezeichen erhalten, dessen Symbolik sich von heutigen Wanderwegzeichen unterscheidet.

LSG Dresdner Heide

Landschaft der Dresdner Heide

Die Dresdner Heide ist nicht eine Heide-Landschaft im klassischen Sinn. Das Gebiet bildet den geologischen Übergang vom Norddeutschen Tiefland zum Mittelgebirge. Sie ist größtenteils dem Westlausitzer Hügel- und Bergland zuzurechnen und ist mit dem Lausitzer Bergland der westliche Ausläufer der Sudeten. Ein Großteil der Dresdner Heide gehört zur Lausitzer Platte und wird von der Lausitzer Verwerfung durchzogen. Der Untergrund ist felsig, bestehend aus Granodiorit und Syenit, von Sand überlagert, und reicht bis an den Elbtalkessel heran. An den Südrändern sind dünenartige Sandablagerungen aus der Saale- und Elster-Eiszeit. Die Mittel- oder Heidesandterrasse, sowie fast der gesamte Großteil der Junge Heide werden der Dresdner Elbtalweitung zugerechnet.

Das zusammenhängende Waldland im Nordosten Dresdens ist etwa kreisförmig und wird nur von wenigen Wiesen unterbrochen. Die Oberfläche der Heide ist reich zergliedert. Die vielen Bäche fließen in flachen Mulden oder tiefen Kerbtälern. Das Hauptgewässer ist die Prießnitz, welche nördlich der Heide entspringt und diese durchfließt. Teilweise schneidet sie sich bis 40m in den Untergrund ein. Sie nimmt die meisten Bäche auf. Der nordwestliche Teil der Heide wird durch die Große Röder nach Nordwesten entwässert. Im Waldgebiet der Dresdner Heide gibt es eine große Zahl von Quellen

Der Boden ist nährstoffarm, der die Flora vor allem im Westen bestimmt. Durch Verwitterung des Gesteins entstanden im Süden und Osten lehmhaltige Böden. In den Kerbsohlentälern befinden sich feuchte, grundwassernahe, Auenböden, die reich an Humus und Schwemmmaterial sind. Durch Verlandung kleiner Seen haben sich auch Moorböden entwickelt.


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