13,6 km / 7 Std. / 625 Höhenmeter
Ausgangspunkt für die fünfte Etappe vom Malerweg durch die Sächsische Schweiz ist die Neumannmühle. Es wird talaufwärts zur Buschmühle gewandert und zum Arnstein aufgestiegen. Der Weg führt ohne große Höhenunterschiede um die zum Teil schroffen Felswände herum, die sich bis zum Kleinstein erstrecken. Er ist wegen seiner große Schichtfugenhöhle ein beliebtes Wanderziel.
Auf einer Leiteranlage kann man auf den Gipfel vom Kleinstein gelangen und die Aussicht genießen. Anschließend führt der Weg wieder ins Tal und zur Räumichtmühle.
Von dort wird zum kleinen Pohlshorn gelaufen und nach einem kurzen Aufstieg wird der Wanderer mit einem weiten Blick über die tiefen Wälder der Sächsischen und Böhmischen Schweiz belohnt. Danach geht es weiter auf dem Rücken des großen Pohlshorns. Der Weg quert das Kirnitzschtal und führt zum Zeughaus.
Auf dem Weg zum Großen Winterberg, der höchsten Erhebung des Elbsandsteingebirges auf der rechten Elbseite, wandert man aus dem Großen Zschand über den Roßsteig und dem Fremdenweg. Ziel ist das Berghotel auf dem Großen Winterberg, welches zur Zeit leider geschlossen ist. Nach Schmilka kann der Wurzelweg benutzt werden.

Informationen zur Etappe 5
Zeughaus
... wurde um 1600 im Großen Zschand gebaut und diente im Jagdrevier für die Aufbewahrung der Netze und Jagdgerätschaften. Die Bauern mussten regelmäßig Jagdfrohndienste leisten.
Aus der "Heide", dem Winterberg und dem Schrammsteingebiet kam ein großer Teil des Wildes für die Vergnügungen der Hofjagden in Dresden. Im Revier wurden auch Bären gejagt. Darauf weist der Begriff Bärenfangwände hin.
Das Zeughaus ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen:
- über das Große Pohlshorn nach Hinterhermsdorf
- über die Goldsteinaussicht zum Großen Winterberg nach Schmilka

Arnstein und Kleinstein
Der Arnstein war eine kleine mittelalterliche Burgstätte. Von hier aus unternahmen die jeweiligen Besitzer im 15. Jh. ihre Raubzüge und kehrten mit reicher Beute zurück. Die Besatzung verfügte neben Lanzen, Armbrust und Handbüchsen über eine „Steinbüchse" - ein 3m langes Feuerrohr aus schmiedeeisernen Dauben. Die 5 dt. schweren Steinkugeln konnten 200 m weit geschleudert werden. Dafür waren 8 bis 10 kg Schwarzpulver notwendig.
Zweimal belagerten Streitmächte der sächsischen Kurfürsten und der Oberlausitzer Städte den Arnstein. Nach Abschluss eines Friedensvertrages 1438 ging die Felsenburg für eine höhere Geldsumme an Sachsen. 1451 ließen die Wettiner den Arnstein zerstören.
Zahlreiche Spuren auf dem Felsgelände erinnern an die alte Befestigungsanlage. Interessant sind die geheimnisvollen Kreuze und Zeichnungen an den Felswänden, wie z.B. das ca. 40 cm große Gesicht mit den großen Ohren. Dieses Gesicht befindet sich am Aufstieg zur Oberburg neben der Eisenleiter.





