Landeskrone - Hausberg von Görlitz

Kategorie: Aussichtsberge
Region: Oberlausitz

Der Hausberg Landeskrone (Sedło)420 m liegt südwestlich vom Stadtzentrum Görlitz und ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick auf die Stadt, die Umgebung sowie zum Iser- und Riesengebirge. Die Landeskrone war ein Vulkan und besitzt einen Granitsockel mit einem Basaltkegel.

1796 baute man den heute noch existierenden Aussichtsturm. 1901 wurde auf dem Südgipfel die Bismarksäule eingeweiht. Heute befinden sich auf dem Berg noch ein Hotel mit Gaststätte. Der höhere zweite Turm diente jahrzehntelang als Fernsehumsetzer.

 

Landskrone - Hausberg von Görlitz

Aus der Geschichte

Die Besiedlung des Berges ist bis in die jüngere Bronzezeit nachvollziehbar. Funde der bronze- und früheisenzeitlichen Lausitzer Kultur belegen dieses im Bereich des 3.000 m² großen oberen Burgwalls. In slawischer Zeit, um 900, wurde eine Befestigung zwischen den beiden Gipfeln des Berges und am Südhang des Berges errichtet. Diese Funde lassen die Annahme zu, dass die Landeskrone ein Zentralort des Stammes der Besunzane oder der Milzener war. Die Thesen werden untermauert durch die Erwähnung in der Chronik Thietmar von Merseburgs. Thietmar nennt 1015 die Eroberung einer großen urbs Businc. Mit einiger Sicherheit kann diese „magna urbs businc“ mit der Befestigungsanlage auf der Landeskrone identifiziert werden.

1268 nennt eine Urkunde ein „castrum landischrone“. Im Hochmittelalter war auf der Landeskrone eine wichtige Burg. Sie gehörte längere Zeit den aus Sachsen stammenden und in den Lausitzen und Schlesien herrschenden Herren von Bieberstein. Die Burg spielte eine zentrale Rolle im böhmischen Verwaltungs- und Verteidigungssystem um die Via Regia von Erfurt über Bautzen, Görlitz und Breslau nach Krakau.
Ab 1440 war sie im Besitz der Stadt Görlitz und wurde auf Ratsbeschluss geschleift. In den Jahren 1620, 1758 und 1866 spielte sie noch eine militärische Rolle.

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