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Caspar-David-Friedrich-Weg

Im Jahr 2025 wurde der Caspar-David-Friedrich-Weg als „Deutschlands schönster Wanderweg“ in der Kategorie Tagestouren vom Wandermagazin gewählt. Es ist ein leichter Wanderweg auf der linken Elbseite. Er verbindet Plätze miteinander, welche der bedeutende Maler der Romantik im Jahr 1813 mehrfach aufgesucht hatte.

Der Künstler, ein bekennender Feind des französischen Kaisers, nutzte die Zeit vom Frühling bis Herbst 1813 zu einem Exil in der Sächsischen Schweiz bei Freunden im Fischerdorf Krippen. Weit ab vom Hofleben in Dresden, welches den Kaiser bis zu seiner Niederlage huldigte.

Wegbeschreibung

Der Caspar-David-Friedrich-Weg beginnt in Krippen am Infopavillon an der Kreuzung Elbweg - Zum Mittelhangweg. 12 Informationstafeln entlang des Caspar-David-Friedrich-Weges zeigen die jeweils an den entsprechenden Orten von ihm entstandenen Zeichnungen. Eine 13. Tafel steht am Elberadweg bei der Ziegelscheune. Auf dem Weg kann man die Stätten aufsuchen, wo er gezeichnet hatte und die Anregungen für seine Gemälde erhielt.

Um 1813 wurde in den Krippener Steinbrüchen Sandstein abgebaut. (Info-tafel Nr. 2). Von hier beginnt auch der Mittelhangweg. Oben angekommen, geht es 3,5 km den Hirschgrund entlang. Auf dieser Strecke befinden sich die Infotafeln 3 bis 8. Höhepunkte dieser Wegstrecke sind die zahlreichen Ausblicke auf die andere Elbseite zu den Schrammsteinen. Kurz nach der Infotafel 7 befindet sich links ein Picknickplatz mit einem weiteren herrlichen Ausblick ins Elbtal.

Blick von Schöna zuz den Schrammsteinen
Infotafel an der Kaiserkrone

Nach der Infotafel 8 wird den Hirschgrund gequert und der Mittelhangweg verlassen. Über eine Brücke geht es oberhalb der Bahnlinie weiter mit Blick auf Schmilka und steigt dann über den Aschersteig auf die Schönaer Ebenheit.

Der Weg führt an der Südseite der Kaiserkrone entlang. Dieser Tafelkberg ist ein lohnender Abstecher. Einige Leitern und Stege erleichtern den Aufstieg auf die Zacken der Krone. Am Fuße des Berges ist eine Felsklippe. Diese nutzte der Maler als Vorbild für den "Wanderer über dem Nebelmeer".

In Schöna ist ein weiterer besteigbarer Felsen, der Zirkelstein. Zu dessen Fuße befindet sich das ZirkelsteinResort, eine Jugendherberge.
Von Schöna aus führt der Wanderweg nach Reinhardtsdorf und liegt hier parallel zum Malerweg. Über die Feldflur wird zum Gasthaus auf dem Wolfsberg gewandert.

Von hier hat der Wanderer nach Osten einen der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Der Blick geht über Schöna zu den Schrammsteinen, zum Winterbergmassiv und in der Ferne ist der gleichförmige Basaltkegel vom Rosenberg in Böhmen erkennbar.
Nach Norden, die Schrammsteine vor sich im Blick, geht es wieder hinab ins Ortszentrum von Reinhardtsdorf. Ein Besuch der Kirche ist zu empfehlen, denn sie hat eine wertvolle Innenausstattung im Stile des Bauernbarock.

Blick zu den Schrammsteinen mit Falkenstein

Der Caspar-David-Friedrich-Weg geht abschließend von der Straße am Krippenberg oberhalb des Krippenbaches zurück. An der vom Steinmetz Jan Lorenz geschaffene Caspar-David-Friedrich-Stele auf dem Bächelweg, endet die Wanderung.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: 15 km (mit Zirkelstein 17 km)
  • Dauer: 4-5 Std.