Zu Beginn vom 19. Jh. gab es bereits einen angelegten Wanderweg durch den Amselgrund nach Rathewalde. Der Dresdner Dichter Friedrich Kind holte sich bei seinem Aufenthalt im Grund Anregungen zur Gestaltung der Wolfsschluchtszene in der Oper "Der Freischütz". Carl Maria von Webers Oper wurde am Juni 1821 im Berliner Schauspielhaus uraufgeführt.
Oberhalb der heutigen Gastwirtschaft weisen die in die Felswand eingehauenen Jahreszahlen 1828 - 1928 auf das 100-jährige Bestehen des alten Weges hin, der mehrfach durch Hochwasser zerstört wurde.Deshalb wurde 1934 im Amselgrund bei der Einmündung des Raaber Kessels eine 6 m hohe Staumauer gebaut, welche den Grünbach auf eine Länge von ca. 500 m anstaute.
Der künstlich entstandene Amselsee schützt die im Tal stehenden Häuser von Rathen vor Hochwasser, gleichzeitig nutzen die Gäste ihn als Gondelteich. Von der Staumauer aus ergibt sich der schönste Blick auf den See und auf die ihn umgebende Felsenwelt. Abends spiegeln sich die Felsen der Honigsteine im Wasser: Storchennest, Bienenkorb, Lokomotive und Lamm.