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Amselgrund & Amselsee

Sächsische Schweiz

Von Niederrathen führt ein breiter Weg zum 600 m langen Amselsee, der 1934 nach Stauung des Grünbaches entstand. Er diente zunächst als Fischzuchtgewässer. Heute können Touristen auf dem See Gondelfahrten unternehmen, wobei das "Abendgondeln" besonders romantisch ist.

Während der halbstündigen Fahrt bietet die Felswelt einen einzigartigen Anblick. Über dem Amselgrund auf der Nordseite thronen "Lokomotive" zusammen mit dem "Lamm" und dem "Storchennest", auf der Südseite sind die "Große Gans" und der "Mönch" und an der Ostseite der Talwächter" zu sehen.

Der vom Grünbach durchflossene Amselgrund beginnt südlich von Rathewalde als romantische Felsenschlucht und endet am Amselsee kurz vor Rathen. Sein oberer schluchtartiger Abschnitt verläuft vollständig durch die Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der Wanderpfad entlang des Grundes bietet interessante Blicke hinunter auf den Grünbach, der teilweise zwischen den Felsen verschwindet und über mehrere Stufen ins Tal rauscht. An der Amselfallbaude fällt das Wasser als beachtlicher Fall ins Tal – der weitaus größte Wasserfall der Sächsischen Schweiz. Im Amselgrund befinden sich bei Rathewalde die Rathewalder Mühle (Lochmühle). Weiter unterhalb ist die Amselfallbaude mit der Nationalparkinformationsstelle. Die Gaststätte Amselfallbaude und die Infostelle sind derzeitig wegen Felssturzgefahr geschlossen.

Steinerne Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz

Informatives über die Region

Aus der Geschichte

Zu Beginn vom 19. Jh. gab es bereits einen angelegten Wanderweg durch den Amselgrund nach Rathewalde. Der Dresdner Dichter Friedrich Kind holte sich bei seinem Aufenthalt im Grund Anregungen zur Gestaltung der Wolfsschluchtszene in der Oper "Der Freischütz". Carl Maria von Webers Oper wurde am Juni 1821 im Berliner Schauspielhaus uraufgeführt.

Oberhalb der heutigen Gastwirtschaft weisen die in die Felswand eingehauenen Jahreszahlen 1828 - 1928 auf das 100-jährige Bestehen des alten Weges hin, der mehrfach durch Hochwasser zerstört wurde.Deshalb wurde 1934 im Amselgrund bei der Einmündung des Raaber Kessels eine 6 m hohe Staumauer gebaut, welche den Grünbach auf eine Länge von ca. 500 m anstaute.

Der künstlich entstandene Amselsee schützt die im Tal stehenden Häuser von Rathen vor Hochwasser, gleichzeitig nutzen die Gäste ihn als Gondelteich. Von der Staumauer aus ergibt sich der schönste Blick auf den See und auf die ihn umgebende Felsenwelt. Abends spiegeln sich die Felsen der Honigsteine im Wasser: Storchennest, Bienenkorb, Lokomotive und Lamm.