Die Talsperre Eibenstock im Westerzgebirge ist die vom Fassungsvermögen mit 89,9 Mio. m³ und einer Staumauerhöhe mit 57 m die größte Stauanlage im Freistaat Sachsen. Sie liegt im Tal der Zwickauer Mulde nördlich von Eibenstock und staut diese auf.
Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung von ca. 600.000 Menschen im Raum Chemnitz und Zwickau, der Wasserstandsregulierung, dem Hochwasserschutz und im geringeren Maße der Energieerzeugung.

Schon seit 1890 gab es für das Tal der Zwickauer Mulde Pläne für eine Talsperre. Das Bevölkerungswachstum und die Industrieentwicklung in Zwickau und Chemnitz war um 1960 Anlass, die alten Pläne aufzunehmen.

Die Staumauer der Talsperre Eibenstock ist eine gerade Betongewichtsstaumauer und wurde von 1974 bis 1984 gebaut. Die erste Teilstauung erfolgte 1980 und die Inbetriebnahme 1982. Die endgültige Fertigstellung war 1987. Die Talsperre besitzt die Vorsperre Schönheiderhammer und vier Vorbecken. Beim Bau der Talsperre waren die Belastungen des Wassers durch den Straßenverkehr, die im Einzugsbereich befindlichen Siedlungen, Betriebe wie die Uranerzaufbereitungsanlage in Tannenbergsthal-Schneckenstein, sowie Tierzuchteinrichtungen zu berücksichtigen. Der Ort Muldenhammer musste weichen. Der Streckenabschnitt der Bahnlinie Chemnitz – Adorf wurde in Blauenthal unterbrochen und der Bahnbetrieb später von Aue bis Blauenthal eingestellt.

Talsperre Eibenstock im Westerzgebirge

Die Abwasserreinigung und seine Ableitung stand im Planungsmittelpunkt. Seit 1981 werden die Abwässer mit einer Druckleitung an der Talsperre vorbei geleitet.
Im Jahr 2000 wurden weitere Abwasserleitungen im Umfeld der Talsperre erbaut und Betriebe geschlossen. Der Rückgang der Industrieproduktion nach 1990 und der sinkende Wasserkonsum verringerte die Nachfrage nach Brauchwasser um 40 %.
Beim Hochwasser 2002 und 2013 lief jeweils die Talsperre über. Der geringere Brauchwasserbedarf ermöglichte die Hochwasserreservekapazität zu erhöhen.

Blick auf Talsperre Eibenstock

Touristische Nutzung

Baden und Freizeitsport im und auf dem Stausee sind zum Schutz des Trinkwassers nicht möglich. Um die Talsperre Eibenstock führt ein markierter Wanderweg. Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Staumauer kann der Besucher den Stausee überblicken. Die Staumauer bei Neihardtsthal ist zugänglich. Eine Wanderkarte mit Wegen und Informationen rund um die Talsperre Eibenstock findet man auf der Internetseite der Landestalsperrenverwaltung, welche heruntergeladen werden kann.


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