Schloss Trebsen befindet sich am Ostrand der gleichnamigen Stadt zwischen Grimma und Wurzen und war ursprünglich eine Wasserburg. Nach Norden schließt sich ein Schlosspark mit 6 ha an. Südwestlich, durch einen Graben getrennt, liegt das ehemalige Rittergut.
Das vierflügelige Schloss hat einen rechteckigen Grundriss von 50 x 44m. Markant sind die Giebel des Ost- und Westflügels mit dem gotischen Staffelgiebel. Im Innenhof ist noch der in das Bauwerk einbezogene Rest vom ehemaligen Bergfried zu sehen. Viele der Innenräume besitzen ein gut erhaltenes Zellengewölbe.

Seit 2012 sind ist das Schloss und Park jährlich Treffpunkt für die Liebhaber des rustikalen schottischen Sportes. Das Baumstammwerfen, Steinstoßen Hammerwerfen und Tauziehen zieht Tausende Besucher der deutschen Highland Games an.
Das Schloss Trebsen ist eine Station vom Lutherweg in Sachsen.

Aus der Schlossgeschichte

Archäologische Funde wiesen nach, dass im 9 Jh. schon der Schlossplatz besiedelt war. Der slawische Gaugraf Bucelin ließ 991 die Burg Trebicin an der Muldefurt erbauen. Die erste Urkunde von 1161 nennt einen  Ritter Heinricus de Trebecin. Ihm folgten die Herren Große von Döbeln und Georg von Saalhausen.

Letzterer ließ die Burg um 1500 schleifen und den Schlossbau neu errichten. Um 1511 folgte der Kammerherr des Kurfürsten Hans von Minkwitz als Besitzer und anschließend die Grafen von Barby, die Herren von Schulenburg und die Familie von Dieskau.

Der Hamburger Kaufmann Vincent Baumann übernahm 1736 das Schloss und ließ es umbauen. Es entstand der Schlosspark im englischen Stil mit einem Gartenpavillon.

Schloss Trebsen zwischen Grimma und Wurzen
Nebengebäude vom Schloss Trebsen


Von 1886 bis 1945 saßen die von Zimmermann auf Trebsen. Die Güter derer von Zimmermann mit einer Gesamtfläche von 1046ha wurden während der Bodenreform enteignet. Das Schloss kam in den Besitz der Stadt.

Im Laufe der Jahrzehnte kam es zu baulichen Schäden am West- und dem Nordflügel. Der Nordflügel verfiel zu einer Ruine. Ein Teil des Schlosses wurde über 40 Jahre lang als Wohnraum für Flüchtlinge und Vertriebene genutzt. Ein Kindergarten und Seniorentreff waren in den Gebäuden.

Im Jahr 1992 gründete sich der „Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V. – Schloss Trebsen“. Er pachtete das Schloss, die Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten begannen.

2009 endete der Pachtvertrag und der Förderverein zog in das Rittergut. Seit 2010 ist das Schloss in Privatbesitz und wird als gastronomische Einrichtung genutzt. Die Restaurierungen werden fortgesetzt.

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