Sachsen

RADEBERG

Westlausitz

Radeberg ist eine Große Kreisstadt im Landkreises Bautzen in der Region Westlausitz. Sie liegt am östlichen Rande der Dresdner Heide und zu ihr gehören die Ortsteile Liegau-Augustusbad, Großerkmannsdorf und Ullersdorf. Weitere eingemeindete Orte sind Rossendorf, Kleinerkmannsdorf, Friedrichstal, Heinrichsthal, Heidehäuser und Lotzdorf

Der größte Betrieb und gleichzeitig ein Touristenmagnet ist die Radeberger Exportbierbrauerei.

Rathaus von Radeberg

Sehenswertes

  • Rathaus am Markt wurde 1767–1769 von Samuel Locke im Rokokostil errichtet.

  • Kursächsische Postdistanzsäule von 1728 auf dem Markt (Nachbildung von 2012)

  • Radeberger Biertheater - sächsisches Mundarttheater

  • Schloss Wachau

  • Burg und Schloss Klippenstein: War von 1856 bis 1952 Amtsgericht und Gefängnis und seit 1953 Heimat-Museum. Ab 2015 gibt es eine Dauerausstellung zur Industriegeschichte.

  • Landschaftspark Seifersdorfer Tal

  • Landschaftsschutzgebiet Hüttertal

Regionale Informationen

Stadtverwaltung Radeberg
Markt 17-19
01454 Radeberg
Tel.: Telefon: 03528-450-0


Wanderkarte Pulsnitz und Radeberg
Radeberg und Pulsnitz

Aus der Geschichte

Die erstmalige urkundliche Erwähnung Radebergs erfolgte 1219. Der Name des Ortes leitet sich vermutlich vom Fluss Röder ab. In den 200 Jahren entstanden ein Marktplatz und eine Burg. 1412 erhielt der Ort das Stadtrecht.
Im 16. Jh. wurde nahe der Stadt Bergbau auf Silber betrieben. Der Fundort war jedoch schnell erschöpft. Im Dreißigjährigen Krieg nahm die Stadt durch Durchzüge und Plünderungen starken Schaden.

1645 wurde in Radeberg die Salpetersiederei eingeführt. 1713 versuchten der Rittmeister Bruckmeyer und der Arzneilaborant Hausen eine große Salpeterfabrik auf dem Freudenberg zu bauen. Ein Bürgeraufstand vereitelte 1714 dieses Bauvorhaben. Im gleichen Jahr brannte fast die ganze Stadt ab.

Durch die Nähe zur Landeshauptstadt entwickelte sich Radeberg frühzeitig zum Industriestandort. 1845 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahnlinie Dresden – Görlitz. Die erste Glasfabrik entstand 1858 und die Exportbierbrauerei 1872, welche bis in die heutige Zeit das Arbeitsleben in der Stadt als Großbetrieb bestimmt.

In der Zeit des Ersten Weltkrieges entstand das Königliche Feuerwerkslaboratorium Radeberg zur Herstellung von Zündern und Sprengkapseln. Zeitweise arbeiteten hier 5.000 Mitarbeiter, vor allem Frauen. Nach dem Krieg kam der Betrieb zur Sachsenwerk AG, später wurde daraus Rafena Radeberg, der führende Produzent von Rundfunk und Fernsehgeräten der DDR und danach der Stammbetrieb des VEB Robotron, Hersteller von Tisch- und Großrechnern. Der Zuzug von Arbeitskräften erforderte ab 1932 den Bau der Siedlung „Am Taubenberg“. 1939 zählte die Stadt 15.993 Einwohner.
Heute wohnen in Radeberg und den Ortsteilen rund 19.000 Einwohner.


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