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Felsgebiet Bastei

Sächsische Schweiz

Die Bastei ist der bekannteste Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz. Der ursprünglich nur auf den eigentlichen Aussichtsfelsen bezogene Name "Bastei" wird heutzutage auf das gesamte Gebiet angewendet. Um den Zugang zur Bastei zu verbessern, wurde 1826 eine Holzbrücke gebaut. Da ihre Unterhaltung jedoch in den Folgejahren sehr kostspielig wurde, ließ man 1850/51 eine Steinbrücke errichten. Sie überspannt die Mardertelle und verbindet dadurch das Basteiplateau mit der Felsenburg Neurathen in etwa 165 m Höhe über dem Elbspiegel. Die Brücke ist 76,5 m lang und reichlich 2 m breit.

Bevor die Basteibrücke überschritten wird, ist ein Abstecher zum Ferdinandstein, ein  nach dem Kaiser Ferdinand von Österreich benannter Stein, besonders empfehlenswert. Von hier oben ist ein herrlicher Blick auf die zerklüfteten Felsriffe der Kleinen Gans und in die Tiefen des Wehlgrundes möglich. Der freistehende Kletterfelsen "Großer Wehlturm" steht im Vordergrund.

Auf der Basteibrücke sind zwei Gedenktafeln zu sehen. Eine Tafel erinnert an Wilhelm Leberecht Götzinger und Carl Nicolai, die ersten Erschließer der Sächsischen Schweiz und die andere Tafel an die 100-jährige Ersterwähnung der Bastei in der Reiseliteratur.

Von der Brücke ist ein einzigartiges Panorama mit der tief im Tal fließenden Elbe und den im Hintergrund aufgereihten Tafelbergen sichtbar. Die mit einem Eisengeländer gesicherte Felsenkanzel (305 m) erhebt sich 194 m über dem Elbspiegel.

Steinerne Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz

Informatives über die Region

Aus der Geschichte

Zu Beginn des 19. Jh. gestaltete sich ein Basteizugang schwierig. Von Rathen kommend, stieg man auf einer Treppe mit 487 Stufen aus dem Wehlgrund durch die Vogel- oder Mardertelle empor. Die „vornehmen“ Leute wurden gegen entsprechendes Entgeld von Sesselträgern oder auf Ponys reitend, auf dem steilen unbequemen Weg nach oben gebracht. Um den Zugang zur Bastei zu verbessern, wurde 1826 eine hölzerne Brücke vom Neurathener Felsentor gebaut.

Eine Bewirtung der Wanderer begann 1812, als der Lohmener Fleischer Pietzsch drei offene "Rindenhütten" errichtete, in denen er Erfrischungen anbot. Die Ware trug er täglich von Lohmen zur Bastei. Nach einem Brand im Jahre 1816 wurde ein massives Gasthaus errichtet. In den Jahren 1893/94 baute man die Gaststätte völlig um und erweiterte sie. Eine Hochdruckwasserleitung von 6 km Länge ersetzte danach die bisherige Wasserversorgung aus dem Basteibrunnen an der Basteistrasse.

Die wachsende Besucherzahl, bedingt durch die 1837 beginnende Dampfschifffahrt auf der Elbe, veranlasste die Regierung den Bau einer steinernen Brücke zu fördern, der 1851 vollendet wurde. In der Wölbung des letzten Bogens sind die Namen aller Bauleute eingemeißelt. 1851 wurde die Sächsische - Böhmische Eisenbahn eröffnet, aus der eine weitere Steigerung der Besucherzahl resultierte.

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