Zentral im Stadtzentrum von Braunschweig steht die Burg Dankwarderode. Diese Niederungsburg in der Auer der Oker war über mehrere Jahrhunderte die Residenz der Braunschweiger Welfenherzöge. Sie entstand im 11. Jahrhundert auf einer Insel der Oker. Sie geht wohl auf den Brunonen-Grafen Brun I. zurück. Erstmals urkundlich genannt wird sie 1134. Als ältestes Zeugnis wurden bei Grabungen Funde aus dem 9. Jahrhundert gemacht.

Über die letzte Brunonin Gertrud ging der Besitz von Braunschweig durch Richenza von Northeim an den  Kaiser Lothar von Supplinburg über. Dessen Enkel Heinrich der Löwe erbaute die Burg Dankwarderode in der Form und Größe, wie sie heute erscheint.

Dankwarderode und die Altstadt wurden 1252 durch einen Brand zerstört. Wieder errichtet war die Burg bis 1282 herzogliche Residenz, bevor der Sitz vom Fürstentum nach Wolfenbüttel verlegt wurde.

Nach der Teilung des Herzogstums blieb sie im Gemeinschaftsbesitz aller Linien der Welfen. Als Wehrbau verlor sie durch die Umschließung durch die Stadt an Bedeutung. Im 16.Jh. brannte der Palas ab. Die Mauern trug man um 1580 ab. Von 1616 bis 1640 wurde der Palas durch einen Bau im Renaissancestil ersetzt. 

Burg Dankwarderode
Braunschweiger Löwe

Die anderen Burganlagen sind nach dem Verfall abgetragen und verfüllt. Seit 1808 diente der Palas als Kaserne. Nach einem Brand 1873 sollte er abgerissen werden, was aber Bürgerproteste verhinderten.

Der Neuaufbau in neoromanischer Stilform auf der Grundlage von archäologischer Untersuchungen erfolgte 1887 bis 1906. Die Burg Dankwarderode ist heute Teil des Herzog Anton Ullrich-Museum.

Der Braunschweiger Löwe vor der Burg Dankwarderode stammt aus der zweiten Hälfte vom 12. Jahrhundert. Diese überlebensgroße Bronze-Löwenfigur ließ Herzog Heinrich der Löwe als Machtsymbol errichten. Er seht seit seiner Errichtung auf dem Platz zwischen Dom und Burg.


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