Klöster und Kirchen

Hildesheimer Michaeliskirche

Braunschweiger Land

Die Kirche St. Michaelis in Hildesheim ist ein Kirchenbau aus ottonischer Zeit, demnach eine frühromanische Kirche. Sie war bis zur Reformation in Hildesheim um 1540 die Abteikirche des Benediktinerklosters. Heute ist sie eine evangelische Pfarrkirche. Die Skrypta vom Bischof Bernward im Kirchenbau gehört zur katholischen Innenstadtpfarrei, somit ist sie als Simultankirche genutzt.

Seit 1985 zählt die St Michaelis Kirche zusammen mit dem Dom zum UNESCO-Weltkulturerbe.

St. Marienkirche in Hildesheim

Aus der Baugeschichte der Michaeliskirche

Der Kirchenbau geht auf die Regierungszeit des bedeutenden Bischof und Kirchenheiligen Bernward von Hildesheim (993 bis 1022) zurück. Dieser ließ 993 auf dem Hügel nördlich der Domburg eine Kapelle errichten. Er schenkte den dort angesiedelten Mönchen mehrere Güter.

Im Laufe seines Episkopats erweiterte Bernward seine Stiftung zu einem Benediktinerkloster und überschrieb ihnen seine gesamten Güter. Er bestimmte die Westkrypta zu seiner Grablege. Am Michaelistag des Jahres 1022 erfolgte die Teilweihe der Kirche. Bernward verstarb 1022 im Michaeliskloster und wurde in der Krypta bestattet. Die Weihe der gesamten Kirche erfolgte am Michaelistag 1033 durch Bernwards Nachfolger Godehard.

Am 12. November 1542 wurde die Michaeliskirche evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Der Benediktinerkonvent blieb jedoch bis 1803 bestehen und durfte die „kleine Michaeliskirche“ im Kreuzgang sowie die Bernwardskrypta zum Gottesdienst nutzen. Die Krypta ist bis heute katholisch.

Bei den Luftangriffen auf Hildesheim wurde die Kirche beschädigt und am 22. März 1945 zerstört. Die Holzdecke und die Kunstschätze waren vorher ausgelagert worden und blieben unversehrt. Nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau der Kirche ab 1947 auf den vorromanischen Resten nach den ursprünglichen Plänen. Der Wiederaufbau wurde möglich durch die christlich-jüdische, deutsch-amerikanische Partnerschaft.
Am 20. August 1950 erfolgte die Wiedereinweihung des Langhauses und des westlichen Querhauses. Endgültig fertiggestellt und wiedergeweiht wurde das Gotteshaus 1960.


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