Das Basteigebiet am Malerweg ist benannt nach dem Aussichtsfelsen Bastei. Diese beliebte Aussicht in der Sächsischen Schweiz wird jährlich von über 100 000 Besuchern aufgesucht. Sie liegt über dem Kurort Rathen. Von der mit einem Eisengeländer gesicherten Felsenkanzel (305 m) bietet sich 194 m über der Elbe ein faszinierender Blick auf das Elbtal, auf die Tafelberge Lilienstein, Königstein, Rauenstein, die Bärensteine und bis zum Winterberg und Deciner Schneeberg. Der Zugang ist von Lohmen, Wehlen und Rathewalde mit Bus oder zu Fuß möglich.

Vom Neurathener Felsentor zur Bastei überbrückt die steinerne Basteibrücke eine Schlucht. Von der Aussicht "Ferdinandstein", ein nach dem Kaiser Ferdinand von Österreich benannter Stein, sieht der Besucher das bekannteste Fotomotiv der Sächsischen Schweiz - die Basteibrücke mit den Tafelbergen.
Auf ihr sind zwei Gedenktafeln zu sehen. Eine Tafel erinnert an Wilhelm Leberecht Götzinger und Carl Nicolai, die ersten Erschließer der Sächsischen Schweiz und die andere Tafel an die 100-jährige Ersterwähnung der Bastei in der Reiseliteratur. Die erhebt sich 194 m über den Elbspiegel.
Vom Ferdinandstein sind im Norden die Felsen um den Wehlgrund zu sehen. Im Vordergrund ist der freistehende Kletterfelsen "Großer Wehlturm". Poetische Namen wie Gansfelsen, Lokomotive und Honigsteine sind beliebte Ziele der Bergsteiger.

Impressionen

Die Aussichtskanzel ist derzeitig abgebaut und wird wegen des porösen Sandsteinfelsens neu errichtet. Die Aussicht ist eingeschränkt.

Aus der Geschichte

Zu Beginn des 19. Jahrhundert gestaltete sich ein Basteizugang schwierig. Von Rathen kommend, stieg man auf einer Treppe mit 487 Stufen aus dem Wehlgrund durch die Vogel- oder Mardertelle empor. Die "vornehmen" Leute wurden gegen entsprechendes Entgelt von Sesselträgern oder auf Ponys reitend, auf dem steilen unbequemen Weg nach oben gebracht. Um den Zugang zur Bastei zu verbessern, wurde 1826 eine hölzerne Brücke vom Felsentor Neurathen gebaut.

Eine Bewirtung der Wanderer begann 1812, als der Lohmener Fleischer Pietzsch drei offene "Rindenhütten" errichtete, in denen er Erfrischungen anbot. Die Ware trug er täglich von Lohmen zur Bastei. Nach einem Brand im Jahre 1816 wurde ein massives Gasthaus errichtet. In den Jahren 1893/94 baute man die Gaststätte völlig um und erweiterte sie. Eine Hochdruckwasserleitung von 6 km Länge ersetzte danach die bisherige Wasserversorgung aus dem Basteibrunnen an der Basteistrasse.

Die wachsende Besucherzahl in der Vorderen Sächsischen Schweiz, bedingt durch die 1837 beginnende Dampfschifffahrt auf der Elbe, veranlasste die Regierung den Bau einer steinernen Brücke zu fördern, der 1851 vollendet wurde. In der Wölbung des letzten Bogens sind die Namen aller Bauleute eingemeißelt. Die Basteibrücke überspannt die Mardertelle und verbindet dadurch das Basteiplateau mit der Felsenburg Neurathen in ca. 165 m Höhe über den Elbspiegel. Sie ist 76,5 m lang und reichliche 2 m breit. 1851 wurde die Sächsische - Böhmische Eisenbahn eröffnet, aus der eine weitere Steigerung der Besucherzahl resultierte.


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