Schlösser mit Parks

Dornburger Schlösser bei Jena

Zentralthürigen

Ein beliebtes Ausflugsziel im Saaletal nördlich von Jena sind die drei Dornburger Schlösser. Diese liegen am Rand eines für diesen Abschnitt des Saaletales typischen Muschelkalkfelsenplateaus. Das Schlossensemble ist Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
Die Dornburger Schlösser sind umgeben von einem englischen Landschaftsgarten und einem französischen Barockgarten. Sehr beliebt sind die Gärten mit den Terrassen sowie den Rosen- und Weinspalieren. Sie sind frei zugänglich. Die Besichtigung vom Renaissance- und vom Rokoko-Schloss ist gebührenpflichtig.

 Das bis 1522 auf den Grundmauern einer Burg erbaute sogenannte Alte Schloss ist das nördlichste und älteste der drei Dornburger Schlösser. Von 1562 bis 1573 ließ es der Ernestiner Johann Friedrich II. umbauen. Mehrmals war es Witwensitz, die Herzöge zogen 1717 aus, danach wurde es als Amt, als Manufaktur und als Schule genutzt.
Nach 1945 wurde das Alte Schloss Altenheim. Ab 1995 im Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erfolgte eine umfassende Restaurierung.

Das Rokoko-Schloss ist das mittlere und jüngste der drei Dornburger Schlösser. Für den Schlossbau ließ 1732 der Herzog von Sachsen-Weimar-Eisenach 21 Häuser abreißen.
Da beim Bau aus Zeitnot gepfuscht wurde, musste es wieder abgerissen werden. Der neue Bau entstand 1747. Die herzogliche Familie nutzte es kaum.

Dornburger Schlösser bei Jena
Figur im Schlosspark
Rosenspalier im Dornburger Schlosspark
Dornburger Schlossgebäude

Ab 1776 war das Rokoko Schloss öfters Quartier vom Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Von 1816 bis 1817 ließ der Großherzog Carl August es umfangreich sanieren.
Im Winter 1818/19 tagte im Schloss der Landtag vom Herzogtum, das erste deutsche Parlament. Ab 1900 wurde das Rokoko-Schloss als Museum genutzt.

Renaissance-Schloss- auch als Goethe-Schloss genannt

Das Renaissance-Schloss, auch als Goethe-Schloss bezeichnet, ist das südlichste und zweitälteste der 3 Dornburger Schlösser. Es wurde 1539 von Volrad von Watzdorf an der Stelle des alten Gutshauses errichtet. Wegen der Verschuldung der Watzdorfer verkauften sie es an den Herzog von Sachsen-Weimar.

Um 1600 kam das Schloss in den Besitz des Amtsschlossers. Dieser veranlasste den Umbau im Stil der Renaissance. 1739 fiel das Schloss wegen der Schulden an den Herzog zurück. Nach einer Versteigerung hatte es mehrere Besitzer.

1824 erwarb der Großherzog Carl August das Schloss zurück. Er ließ es umbauen und erweitern. Der heute noch vorhandene englische Landschaftsgarten entstand. Nach dem Tod es Großherzog wohnte Goethe zeitweise im Schloss.
Seit 1922 wird das Renaissance-Schloss als Goethe-Gedenkstätte genutzt.


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