Alte Wasserkunst Bautzen

Region: Region Sachsen

Die Alte Wasserkunst in Bautzen war die spätmittelalterliche Wasserversorgung der Stadt. Die Anlage, ein Turmbau, befindet sich am westlichen Rand der Altstadt. Er liegt an der Spree am Mühltor. Die Alte Wasserkunst gehört zur markanten Stadtansicht von der Friedensbrücke aus. Sie wurde 1558 in der heutigen Form durch Wenzel Röhrscheidt erbaut.

Die Alte Wasserkunst beförderte das Trinkwasser aus der Spree in die Altstadt. 1597 wurde ein zweites Schöpfwerk eingebaut, um den steigenden Wasserbedarf zu decken.

Alte Wasserkunst in Bautzen

Ab 1798 wurden die hölzernen Rohre durch eiserne Rohre aus dem Eisenwerk Lauchhammer ersetzt. Der siebengeschossige, 47 m hohe Turm diente auch als Teil der Stadtbefestigung. Im unteren Teil ist ein Wehrgang angebaut. Der Helm des Turmes ermöglichte Platz zum Aufstellen von Geschützen. Das angebaute Langhaus war die Wohnung des Wassermeisters. Durch das Wasserrad wurde das Wasser in einen Sammelbehälter auf 224 m befördert, 5 m über die Prunnenhöhe am Fleischmarkt. hob über ein Röhrensystem wurde das Wasser in die Wassertröge befördert

1965 wurde die Wasserkunst außer Betrieb genommen und als Museum eingerichtet. Eine Turbine erzeugt heute anstelle des Wasserrades Strom. 1982/84 sowie 2006/07 erfolgte eine Renovierung. Das Denkmal kann heute besichtigt werden. Die Aussichtsplattform ermöglicht einen guten Blick über die Stadt Bautzen und zum Lausitzer Bergland.

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