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Festung Senftenberg in der Niederlausitz

Aus einer alten Urkunde gehen Johann und Konrad von Senftenberg 1290 als Besitzer der Burg hervor. Später war sie Sitz des Landvogtes. Am Schlossengang befindet sich eine Gedenktafel mit Hans von Polenz, dem ehemaligen Landvogt der Niederlausitz.
Der sächsische Kurfürsten August I. ließ die alte Burg vom Festungsbaumeister Rochus Guerrini Graf zu Lynar modernisieren. Im Jahr 1550 belehnte der Kurfürst den sächsischen Minister Georg von Carlowitz mit dem Amt Senftenberg.

Die Burganlage wurde zur Festung ausgebaut und sollte das Kurfürstentum Sachsen gegen Preußen schützen.
Mit der sächsischen Teilung 1815 fiel die Burg an Preußen. Das Schlossgebäude und die Nebengelasse wurde danach als Schule, Rentamt, Gerichtsgebäude und Gefängnis genutzt.

Ab 1991 erfolgte eine Restaurierung der Festung. Das Gebäude ist heute das „Museum Schloss und Festung Senftenberg“. Die Festunganlage wird auch für Festivals und Theateraufführungen genutzt.

Zur Festung gehören das Schlossgebäude, ein Kommandanten- und Zeughaus (nur noch der Grundriss vorhanden), die Wallanlagen mit Poterne und geheimem Wasserausfall, die Kasematten und auf dem Wall das Pulvertürmchen. Der Erdwall besitzt vier Bastionen.

Festung Senftenberg in der Niederlausitz
Museum Schloss und Festung Senftenberg

Die Exposition vom Museum umfasst Funde und Ausstellungsstücke aus der Bronzezeit, aus dem Mittelalter bis hin zum Auffinden der Braunkohle und der beginnenden Industrialisierung.
Gezeigt wird ein Modellbergwerk. Im Jahr 1907 begann Otto Mingau mit der Sammlung historischer Gegenstände im Pulvertürmchen. In den 1930er Jahren bekam er Teile des Schlosses für seine Sammlung zugewiesen. 1950 war die Wiedereröffnung vom Museum in Senftenberg und Otto Mingau wurde erster Museumsdirektor.

Anschrift
Museum Schloss und Festung Senftenberg
Schloßstraße
01968 Senftenberg
Tel: 03573-870 2400