Aussichtsberge

Děčiner Schneeberg / Děčínský Sněžník

Nordböhmen

Děčiner Schneeberg, Děčínský Sněžník, ist mit 723m ü. NN der höchste Berg des Elbsandsteingebirges. Typisch für den Berg sind die steilen, kaum gegliederten Felswände seiner Flanken aus festem Sandstein. Er liegt auf einer Hochfläche im linkselbischen Teil des Elbsandsteingebirges ca. 8 km von Děčín entfernt. Seine Südseite ist ein Steilabfall in das Tal des Eulabaches.
Er ist der flächenmäßig der größte Tafelberg des Gebirges und seine Hochfläche ist großenteils durch einen jungen Fichtenwald bedeckt. Die alten Wälder wurden um 1980 durch Schwefeldioxideinwirkungen der sächsischen und böhmischen Industrie fast komplett vernichtet.

1864 wurde der Aussichtsturm auf dem Gipfelplateau errichtet. 1865 eröffnete am Turm ein Ausschank. Der Turm diente ab 1866 als Station 1.Ordnung der Königlich-Sächsichen-Triangulation. Die Aussicht vom Aussichtsturm gehört zu den Schönsten in Böhmen. Die gesamte Sächsisch – Böhmische Schweiz kann überblickt werden:

  • im Osten das Lausitzer Gebirge und der Jeschken, bei guter Sicht das Riesengebirge.
  • nach Süden das Böhmische Mittelgebirge
  • im Westen die Höhen des Osterzgebirges
  • an der Nordseite des Gipfelplateaus ist bei schöner Sicht im Elbtal Dresden zu erkennen.

Wege zum Gipfel

  • Über den rot markierten Fernwanderweg E3 von Decin aus,
  • für Besucher aus Deutschland von der Gemeinde Rosenthal-Bielatal aus,
  • von Peterswalde über Tissa zum Dorf Sněžník.

Aus der Geschichte

Nach 1945 verfielen die Gebäude auf dem Berg allmählich. Der Turm musste Ende der 1980er Jahre gesperrt wurde. 1992 wurde der unter Denkmalschutz stehende Turm umfassend erneuert und es entstand ein neues Berggasthaus.

Unterhalb des Gipfelplateaus befindet sich am Südhang des Hohen Schneebergs im Bereich der „Unteren Wand“ eine Fluoritlagerstätte, welche nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut wurde.
Die Länge der angelegten Stollen belief sich auf rund 21 Kilometer. Beim Vortrieb der Stollen fand man eine Reihe von Pseudokarsthöhlen, die bis zu 150 m lang, 10 m breit und 30 m hoch waren. 1993 wurde die Grube am Schneeberg wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen.

Auf dem Deciner Schneeberg
Blick vom Deciner Schneeberg

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