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Weimarer Stadtgeschichte

Die ältesten Aufzeichnungen, in denen Weimar genannt wird, sind aus dem Jahr 899. Von 946 bis 1346 existierte hier die Grafschaft Weimar-Orlamünde, welche im sächsisch-thüringischen Raum eine bedeutende Stellung einnahm.
Kaiser Otto II. erwähnte 975 in einer Urkunde für das Kloster Fulda die Burg Weimar. Kaiserliche Truppen und die Ekkehardiner belagerten 984 und 1002 Weimar. Dann gehörte die Burg dem Deutschritterorden. Nach der Niederlage im Thüringer Grafenkrieg verkauften die Grafen Weimar-Orlamünde 1365 die Burg an die Wettiner. Erst 1410 erhielt Weimar das Stadtrecht. In der sächsischen Teilung 1485 kam es zu den Ernestinern und 1547 mit der Wittenberger Kapitulation wurde Weimar Hauptsitz der Ernestinischen Wettiner. 1552 machte Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar.

Während der Regierungszeit der Herzogin Anna Amalia und ihres Sohnes Carl August wurde Weimar ein kultureller Mittelpunkt in Deutschland. Es  versammelten sich die Geistesgrößen der Klassik wie Wieland, Goethe, Herder und Schiller.

Carl August war tolerant und aufgeklärt und so gab er als erster Monarch in Deutschland seinem Staat eine Verfassung. Die Großherzogin Maria Pawlowna und ihr Sohn führten die Förderung von Kunst und Kultur weiter. Franz Liszt wurde 1842 Kapellmeister in Weimar und 1849 weilte Richard Wagner im Exil in der Stadt.

1860 gründete Carl Alexander die Kunstschule, welche 1910 Hochschule wurde. An der Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule lehrt ab 1907 Henry van de Velde, einer der Mitbegründer des Bauhaus.

Reiterdenkmal Carl-August-Weimar

Carl-August-Weimar

Carl-August-Weimar

Während der Regierungszeit der Herzogin Anna Amalia und ihres Sohnes Carl August wurde Weimar ein kultureller Mittelpunkt in Deutschland. Es  versammelten sich die Geistesgrößen der Klassik wie Wieland, Goethe, Herder und Schiller. Carl August war tolerant und aufgeklärt und so gab er als erster Monarch in Deutschland seinem Staat eine Verfassung.
Die Großherzogin Maria Pawlowna und ihr Sohn führten die Förderung von Kunst und Kultur weiter. Franz Liszt wurde 1842 Kapellmeister in Weimar und 1849 weilte Richard Wagner im Exil in der Stadt. 1860 gründete Carl Alexander die Kunstschule, welche 1910 Hochschule wurde. An der Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule lehrt ab 1907 Henry van de Velde, einer der Mitbegründer des Bauhaus.

Es entstanden am Ettersberg ein Kasernenkomplex und ab 1937 das Konzentrationslager Buchenwald im Waldgebiet. Bis 1945 wurden in dem KZ 250.000 Nazigegner und Kriegsgefangene interniert, davon fanden 56.000 den Tod. Am 11. April 1945 erreichte die US-Armee die Nähe des Lagers. Das Internationale Militärkomitee der Häftlinge konnte die Selbstbefreiung organisieren.

Im Februar 1945 gab es drei große Luftangriffe der US-Air Forceund zahlreiche Stätten der Klassik und die Weimarer Schlossanlagen erlitten Schäden. Anfang Juli rückten die Truppen der Roten Armee in die Stadt ein und der Stab der Stalingrad-Armee zog in Nohra westlich der Stadt ein. Von 1945 bis 1950 nutzte das sowjetische NKWD das Speziallager 2.

Gedenkstaette Buchenwald auf dem Ettersberg

Weimar war noch bis 1948 Landeshauptstadt. Mit der Gründung der Bezirke wurde Weimar Stadtkreis im Bezirk Erfurt. Seit 2004 ist Weimar Universitätsstadt, die Bauhaus-Hochschule wurde zu einer Universität.