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Oberstdorfer Stadtgeschichte

Um 260 gaben die Römer den Limes auf und danach begann die alamannische Besiedlung. Südlich der Donau setzte dies erst in der zweiten Hälfte vom 5. Jh. ein. Dabei war das Gebiet vom Oberlauf der Iller zwischen Sonthofen und Oberstdorf ein Siedelschwerpunkt.

Heimatmuseum in Oberstdorf
Heimatmuseum in Oberstdorf

Anfänge

Eine Weiheinschrift in der Kirche benennt das Jahr 1141 der Kirchengründung.

1351 verkauft die Familie von Waldburg den Ort an die von Haimenhofen. Diese wiederum gaben die Herrschaft 1440 weiter an das Hochstift Augsburg. Der König Maximilian I. verlieh das Marktrecht und die Hohe Gerichtsbarkeit.

Der Graf Hugo von Montfort errichtet 1518 in Tiefenbach an der Schwefelquelle ein Bad, welches als Vorläufer des heutigen Kurbetriebs gilt. Im Juli 1546 zog das protestantische Heer durch das Allgäu weiter über Ehrenberg nach Tirol.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Oberstdorf dreimal 1632, 1634 und 1647 von den Schweden geplündert. Gleichzeitig starben 1634/1635 etwa 700 Menschen an der Pest.

Nach 1800

Im Jahr 1865 wütete ein großer Stadtbrand bei dem zwei Drittel der Häuser vernichtet wurden. Das Rathaus, die Kirche und 146 Häuser mussten neu erbaut werden.

Es bildete sich ein Verein, welcher die Dorfverschönerung voran brachte und die Sommerfrische förderte. 1872 führte man eine Art Kurtaxe ein, mit der später das Moorbad, das Kurhaus mit Kegelbahn und die Errichtung vom Freibad am Freibergsee finanziert. Stetig wuchsen die Gästezahlen, um 1900 wurden schon 15.000 Kurgäste gezählt. Als Sehenswürdigkeit eröffnete man den Weg durch die Breitachklamm im Jahr 1905.
Der Skisport nahm einen rasanten Aufstieg mit der Einweihung der Schattenbergschanze 1926.
Die Nebelhornbahn errichtete die Gemeinde von 1928 bis 1930.

Blick auf Oberstdorf
Blick zur heutigen Heini-Klöpfer-Skiflugschanze

Nach 1945

Im Jahr 1948 wurde der Kurbetrieb wieder aufgenommen und 1949 das öffentlichen Kneippbad eröffnet. Der Verkehrs- und Kurverein Oberstdorf beteiligte sich an der Gründung der Sesselbahn AG.
1950 erfolgte zum Schönblick der Bau der Söllereckbahn.

Im selben Jahr fand auf der heutigen Heini-Klöpfer-Skiflugschanze die erste internationale Skiflugwoche statt. Die Erste Vier-Schanzen-Tournee begann 1953 auf der Schattenbergschanze. Für die Skiflugweltmeisterschaft 1973 in Oberstdorf wurde die Schanzenanlage erneuert.

Das ehemalige Hotel „Luitpold“ kaufte die Marktgemeinde auf und es wurde um- und ausgebaut. Es entstand daraus das Kur-, Kongress- und Theaterzentrum der Kur AG.

Der Bau vom Winter- und Sommer-Kunsteisstadion wurde 1959 eingeweiht. Die Fellhornbahn entstand 1972.
Der Markt Oberstdorf erhielt 1964 das Prädikat „Kneippkurort“.

1972 überstiegen die Übernachtungen bei einer Bettenzahl erstmals die 2-Millionengrenze.
Ab 1974 richtete man im Zentrum eine Fußgängerzone ein. 1992 erfolgte die Sperrung des Ortszentrum für den Autoverkehr und es entstanden ca. 1.000 Parkplätze am nördlichen Ortseingang.