Das Schloss Podiebrad (Zámek Poděbrady) in der gleichnamigen Stadt in Mittelböhmen an der Elbe ist eine ursprünglich hölzerne Befestigung und wurde im Auftrag von König Ottokar II. Přemysl zu einer steinernen Burg umgebaut. Sie wurde Mittelpunkt der gleichnamigen Herrschaft, die unter König Johann an die Lichtenburger ging. Durch Heirat kam sie 1350 in den Besitz von Boček von Podiebrad und Kunstadt.
Auf der Burg soll der Enkel Bočeks, der Hussitenkönig Georg von Podiebrad, geboren worden sein. Die Burg wurde mehrmals umgebaut. 1449 wurde hier die sächsische Herzogin Sidonie von Böhmen (Zdeňka z Poděbrad), Mutter von Herzog Georg und Heinrich dem Frommen, geboren. Nach Georgs von Podiebrads Tod 1471 gingen Burg und Herrschaft 1472 an dessen Sohn Heinrich, dessen Erben 1495 beides an König Wladislaw II. abtraten.