Schlösser mit Parks

Fürstensteiner Schloss

Niederschlesien

Das Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) liegt auf einem Gebirgszug zwischen den Städten Waldenburg (Wałbrzych) und Freiburg in Schlesien (Świebodzice) und gehört als Stadtteil Książ zu Waldenburg. Der Gebirgszug im Waldenburger Bergland wird im Süden, Westen und Nordwesten von einer tiefen Schlucht mit dem Flüsschen Polsnitz umschlossen. Im Südwesten vom Schloss befindet sich der Kurort Bad Salzbrunn (Szczawno-Zdrój).

Am Schloss gibt es terrassenförmige Gärten. Zusammen bilden Wasser-, Flora-, Kastanien-, Kaskaden-, Hufeisenterrasse und Mittlere Terrasse ein Gartenensemble.

Unterhalb der Burg entstand Ende vom 19. Jahrhundert ein 125 ha großer Landschaftspark durch den eine Lindenallee aus dem Jahr 1725 bis nach Liebichau führt.

Im Garten befindet sich auch die Familiengruft in einem barocken Gartenpavillon.

Öffnungszeiten
Montag - Freitag - 9:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstags und sonntags - 9:00 - 19:00 Uhr

Schloss Fürstenstein in Niederschlesien

Aus der Geschichte

Der Herzog Bolko I von Schweidnitz baute Ende vom 13. Jh. die Burg Fürstenstein. Er nannte sich auch Herr zu Fürstenberg. Zur unmittelbaren Herrschaft gehörten die Orte Salzbrunn, Polsnitz, Zirlau und Freiburg. Da als Erbe nur 1368 Anna von Schweidnitz, Gattin vom Kaiser Karl IV. Wenzel in Frage kam, erbte ihr Sohn Wenzel den Fürstenstein.
1392 kam das Herzogtum Schweidnitz-Jauer endgültig an die böhmische Krone. Verschiedene Adlige saßen auf dem Fürstenstein. 1429 eroberten die Hussiten die Burg. Mitte vom 15. Jh. erwarb es Georg Podiebrad, der es weiter verlehnte. Es folgte die Herrschaft vom König Matthias Corvinus über Niederschlesien. Nach mehreren Besitzerwechsel kam es 1509 an die schlesische Adelsfamilie Hohberg / Hochberg.

1605 war der Fürstenstein erblicher Besitz der von Hochberg. Diese wurden 1650 Freiherren, 1666 zu Grafen und 1683 zu Reichsgrafen erhoben. Die Hochberg stellten sich voll in den Dienst der Hohenzollern. Der Reichsgraf Hans Heinrich XI. erhielt vom Kaiser 1905 den Fürstentitel.
Im Ersten Weltkrieg war Fürstenstein zeitweise Sitz des kaiserlichen Hauptquartiers.

Die Hochbergs nutzten ab 1928 das Hauptschloss nicht mehr.

1943 erfolgte die Beschlagnahme durch den NS-Staat, da der letzte Fürst Hochberg in Großbritannien lebte. Durch die SS wurden die Kellerräume erweitert und als Stabsquartier ausgebaut, die Bauarbeiten gehörten zum Gesamtbauprojekt Riese im Eulengebirge. Bei den Bauarbeiten durch ca. 3000 KZ-Häftlinge gingen Teile der wertvollen Innenausstattung verloren. 2 km Tunnel, ein Fahrstuhlschacht und ein Gleisanschluss unter dem Massiv erbaute man. Das System ist heute im Rahmen von Führungen zugänglich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es wechselnde Nutzungen. Seit 1990 ist das Schloss im Besitz der Stadt Waldenburg. Jährlich kommen rund 500.000 Besucher.


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