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Slowakische Gebiete mit Beskiden

Slowakei

Kleine Fatra (Malá Fatra) liegt im Westen und ist ein 55 Kilometer langes Gebirge südöstlich der Stadt Žilina. Der Hauptkamm verläuft von Südwest nach Nordost und wird mittig von dem Fluss Waag (Váh) durchbrochen. An dieser Stelle bilden der Fluss und die Gebirgshänge einen 12 Kilometer langen Canon. Im Mittelalter wurde der Engpass von den Burgen Starý hrad und Strečno bewacht.

Die Kleine Fatra ist eine beliebte Fremdenverkehrsregion. Ziele sind die Krivánska Fatra mit dem Gipfel Veľký Kriváň (1.709 m). Auf diesen führt eine Kabinenseilbahn. Man erreicht den Gipfel vom Vrátna-Tal aus. Viele Ziele wie auch der imposante Kalksteingipfel Veľký Rozsutec (1.610 m) sind über das Tal erreichbar. In den Kalksteingebieten entstanden wilde felsige Engpässe, Schluchten und auch Wasserfälle.

Wichtige Ausgangsorte für Touristen sind Terchová, Zilina und Martin. Im Südteil des Gebirges ist das beliebtes Skigebiet um den Veľká Lúka auch touristisch von Interesse. Am Südrand der Mala Fatra liegt der Kurort Rajecké Teplice. 1988 wurde ein Gebiet von 226 km² als Nationalpark unter Schutz gestellt.

Im Osten schließt sich an die Kleine Fatra die Große Fatra (Veľká Fatra) an. Sie ist ein bewaldetes Gebirge in den Gebieten Martin, Ružomberok und Turčianske Teplice. Der Nationalpark umfasst den gesamten Hauptkamm der Großen Fatra und trennt die historischen Landschaften Turz und Liptau. Die Größe der Kernzone des Nationalparkes beträgt 403,71 km². Die Schutzzone ist 261,32 km² groß.
Es gibt zahlreiche Wandermöglichkeiten. Sehenswert ist das Dorf Vlkolinec bei Ružomberok mit seiner Volksarchitektur. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit einer Kabinenseilbahn von Ružomberok kommt man zum Wintersportgebiet am Berg Malinné. Ausgangspunkt für Ausflüge ist auch Banská Bystrica. Auch Kurorte wie Ľubochňa und Turčianske Teplice ziehen zahlreiche Urlauber an. Im Südosten befindet sich Donovaly, einer der bedeutendsten Skisportzentren der Slowakei.

Slowakisches Paradies (Slovenský raj) befindet sich im Slowakischen Erzgebirge südöstlich der Niederen Tatra. Das Karstgebiet ist ein Nationalpark und ist 197,63 km² groß, seine Schutzzone bedeckt eine Fläche von 130,11 km².

Zu erreichen ist der Park über Banská Bystrica und Spišská Nová Ves. In dem Gebiet gibt es ca. 300 km markierte Wanderwege. Das Karstgebiet besitzt viele tiefe Schluchten, Wasserläufe und Wasserfälle. Die Wege in dem wild zerklüfteten Gebiet sind mit Leitern, Ketten und Brücken ausgestattet. Es gibt über 200 Höhlen. Aber nur eine Höhle, die Doberschauer Eishöhle (Teil des UNESCO-Weltkulturerbe) ist zugänglich.

Beskiden

Die Beskiden (Beskydy) sind ein Gebirgszug, welcher sich von der Mährisch-Schlesischen-Senke bis zum Grenzgebiet der Slowakei mit der Ukraine erstreckt. Dazu gehören auch die Gebirge Hohe und Niedere Tatra, die Mala und Velka Fatra sowie das Pieniny-Gebirge in der Slowakei.

In Tschechien liegen die Westbeskiden, die Mährisch-Schlesischen Beskiden genannt. Ein kleiner Teil dieses Gebirges reicht bis in den Norden der Slowakei. Im Süden dem Grenzgebiet zur Slowakei schließen sich die Kleinen Karpaten an.

Das dünnbesiedelte Berggebiet hat eine durchschnittliche Höhe über 700 m, zahlreiche Gipfel sind über 1.000 m. Der Lysá hora erreicht 1323 m und der bekannteste Berg ist der Radhošť mit 1129 m Höhe. Große Teile des Gebirges ist ein CHKO (Lanschaftsschutzgebiet).

Der Nordteil des Gebirges entwässert zur Oder und Ostsee. Die Flüsse des größten Teils des Gebirges fließen nach Süden der Donau zu.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist in Rožnov pod Radhoštěm das Walachische Freilichtmuseum, ein volkskundliches Museum.