Harrachov (Harrachsdorf)

Harrachov-Zentrum
Kategorie: Böhmen
Region: Sudeten

Harrachov (Harrachsdorf) liegt am Westrand des Riesengebirges am Flüsschen Mumlava (Mummel). Die Stadt befindet sich auf 665 m Höhe direkt an der Grenze zu Polen.
Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Der Ort ist als Wintersportzentrum mit Abfahrtshängen, Langlaufloipen und Sprungschanzenanlage bekannt. Die Gäste kommen aus Tschechien, Polen, Deutschland und den Niederlanden.

Sehenswert sind
  • Bergbaumuseum mit befahrbarem Stollen,
  • Glasmuseum und Skimuseum
  • Kleinbrauerei und diverse Freizeitanlagen.

 

Glasmuseum in Harrachov

Die Gemeinde Harrachsdorf besteht seit dem 17. Jh. Elias Müller aus Seifenbach erhielt 1712 das Privileg zur Errichtung einer Glashütte im Neuen Wald, um die eine Siedlung entstand. Ab dem 19. Jh. gehörte Harrachsdorf zum Gerichtsbezirk Rokytnice nad Jizerou. In den 1930er Jahren erfolgte die Eingemeindung von Neuwelt (Nový Svět) und Seifenbach nach Harrachsdorf und 1973 wurde Harrachov zur Stadt ernannt.
Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist heute der Tourismus und der Ort ist als Wintersportzentrum mit Abfahrtshängen und Langlaufloipen und der Skisprungschanzenanlage bekannt. Die Gäste kommen vor allem aus Tschechien, Polen, Deutschland und den Niederlanden.
Seit 2021 gehört die Stadt zum Gebiet Jablonec nad Nisou. Die Glasbläserei hatte überall in den Sudeten Tradition und erlangte große Berühmtheit in ganz Europa. Noch heute wird in Harrachov die Glasherstellung betrieben. Davon zeugt auch das Glasmuseum in einem 1994 rekonstruierten Herrenhaus in der Nähe der Glasfabrik in Nový Svět.

 

Skimuseum in Harrachov

Sprungschanzenanlage in Harrachov

 

Městský úřad
Harrachov 150
512 46 Harrachov

Wanderkarte Riesengebirge West
Riesengebirge West

 

Gebietsaustausch mit Polen 1958

1959 wurden die Häuser an der Bahnlinie nach Jelenia Góra-Kořenov-Tanvald nach Harrachov eingemeindet. Diese Siedlung Mýtiny (Strickerhäuser) gehörte zu Niederschlesien/Polen. Sie wurde Im Tausch erwarben die Polen ein gleich großes Gebiet vom tschechoslowakischen Staat. Damit konnte ein Bahnhof errichtet werden. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr ins heutige Polen wurde im August 2010 wieder aufgenommen.
Die Europastraße 65 führt durch das Tal der Mitmitz zum Grenzübergang nach Szklarska Poręba / Polen.
Durch Harrachov verläuft der Bergwanderweg Eisenach Budapest.