Písek (Pisek)

Kategorie: Böhmen
Region: Mittelböhmen

 

Sehenswürdigkeiten

  • Steinbrücke über den Fluss Otava - älteste Brücke in Tschechien. In schriftlichen Dokumenten wird sie erstmalig 1348 erwähnt. 2002 wurde die Brücke durch das Hochwasser stark zerstört.
  • Burg Písek - Teile der Burg wurden im 16. Jh. zum Sitz des Píseker Rathauses. Heute ist hier das Stadtmuseum untergebracht.
  • Klosterkirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes
  • Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria
  • St.-Wenzel-Kirche
  • Aussichtsturm Jarnik

Písek (Pisek) ist der Hauptort des gleichnamigen Gebietes in Südböhmen. Er liegt 100 km südlich von Prag und ca. 50 km nördlich von Budweis und zu beiden Seiten der Otava (Wottawa), einem Fluss mit goldhaltigem Sand.

Touristisches Infobüro Písek
397 01 Písek
Tel.: +420 387 999 999

Wanderkarte Pisek / Pisecko
Pisek / Pisecko

 

Stadt Pisek

Aus der Geschichte

Belegt sind Funde, dass schon in der Altsteinzeit und in der Eisenzeit Menschen im Gebiet Pisek wohnten. Später siedelten Germanen und Slawen. Im 12. Jh. gab es ein Dorf mit der St.-Wenzel-Kirche an der Stelle, heute ist dort die Wenzelsvorstadt. 1308 wurde das Dorf als Altpísek in einer Urkunde genannt. In kurzer Zeit wurden die Burg, die Pfarrkirche, das Dominikanerkloster und eine Steinbrücke errichtet. Schon 1256 wurde Pisek Königsstadt. Ein Grund für die Stadtgründung war das Gold, das aus dem Fluss gewaschen wurde. Die Stadt war auch Station und Schutz für den Goldenen Steig von Prag nach Passau. Die von den böhmischen Königen verliehene Privilegien bildeten die Basis für Reichtum der Bürger.
1419 schloss sich Písek den Hussiten in Tabor an. Bis 1532 war sie eine der reichsten böhmischen Städte, so kaufte sie die königliche Burg. 1532 wurden in der Stadt die meisten Gebäude infolge eines Brandes zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt dreimal eingenommen und vor allem nach der letzten Belagerung 1620 von kaiserlichen Truppen völlig zerstört und ein großer Teil der Bevölkerung getötet. Brände mit erheblichen Zerstörungen gab es 1627, 1646 und 1651. Es dauerte Jahrzehnte bis Písek sich davon erholte.

1850 entwickelte sich die Industrie und schon 1888 wurde das erste städtische Elektrizitätswerk in Betrieb genommen. In Písek wurde bereits am 14. Oktober 1918 die Tschechoslowakische Republik ausgerufen – 14 Tage vor der offiziellen Staatsgründung am 28. Oktober 1918. Sie gehörte ab 1939 zum Protektorat Böhmen und Mähren. Am 6. Mai 1945 befreite die 3. US-Armee Pisek. Am 10. Mai erreichten sowjetische Truppen die Stadt.
Bei der Flutkatastrophe an Moldau und Elbe 2002 wurde Písek stark beschädigt.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954



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