Große Mittweida im Erzgebirge

Region: Erzgebirge

Die Große Mittweida ist ein rechter Nebenfluss des Schwarzwassers. Die Quelle liegt im Fichtelberggebiet ca. 300 m südwestlich vom Gipfel. Sie fließt anfänglich nach Westen und dann nach Norden, parallel zur Zschopau. Nach 12 km mündet die Kleine Mittweida in sie und ergießt sich in das Unterbecken des Pumpspeicher-Kraftwerk in Markersbach. Der Großteil der Siedlung Obermittweida wurde an dieser Stelle wegen des Talsperrenbaus abgerissen.
Im weiteren Verlauf fließt die Große Mittweida durch die Dörfer Markersbach, Raschau, Mittweida, Grünstädtel und Wildenau im Westerzgebirge.

Die Wasserkraft wurde für die Holzbearbeitung, insbesondere die Holzschleiferei und durch Mühlen intensiv genutzt. Bei Schwarzenberg mündet sie in das Schwarzwasser.

Am 12. und 13. August 2002 wurde bei einem maximalen Zulauf von 36 m³/s die Abgabe aus dem Unterbecken auf 10 m³/s durch den Betreiber die Vattenfall AG begrenzt. Mehrere Mio. m³ wurden im Oberbecken gepuffert. Das hohe eingegangene Risiko schützte die Orte Markersbach und Raschau vor schweren Überschwemmungen und Schäden.


Pumpspeicherwerk Markersbach

Pumpspeicherwerk Markersbach

Pumpspeicherwerk Markersbach liegt im Tal der Großen Mittweida und hat eine Leistung von 1050 Megawatt und ist das zweitgrößte Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands. Es wurde zwischen 1970 und 1981 gebaut und 1979 in Betrieb genommen. 1990 und 1998 erfolgte eine Instandsetzung.
Es besteht aus Ober- und Unterbecken. Die Maschinen des Kraftwerkes stehen in einer 44 m hohen Kaverne, etwas unter der Sohle des Unterbeckens.

 

1961 erfolgte eine Ausschreibung für die Standortsuche. 1963 wurde der Standort Markersbach festgelegt und im folgenden Jahr begannen die geologische Erkundung. 1968 erfolgten die Ausarbeitung der Projekte, die Erschließung des Baugeländes und der logistischen Vorbereitungen. Das Dorf Obermittweida musste geräumt werden. Danach, am 1. Januar 1970, begann der eigentliche Bau, geleitet vom VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau. Im April 1979 wurde das Unterbecken gefüllt und sechs Tage später die 380-kV-Schaltanlagen in Betrieb genommen. Im Juni 1979 war die erste Netzschaltung und 1981 erreichte das Pumpspeicherwerk Markersbach die volle Leistung.

Staumauer vom Pumpspeicherwerk Markersbach

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