Gohrisch & Papststein

Kletterfelsen um Gohrisch in der Sächsische Schweiz

Tafelberg Gohrisch

Der stark zerklüftete Tafelberg Gohrisch (440 m ü. NN) war lange Zeit für Wanderer in der Sächsischen Schweiz nicht zugänglich. Erst nachdem 1886 der Oberförster Emil Grünewald aus Cunnersdorf mit Unterstützung des Gebirgsvereins Stufen in den Fels geschlagen hatte und kleine Steiganlagen und Brücken errichten ließ, wuchs das Interesse an diesem Tafelberg. Es waren drei Aufstiege zur Gipfelfläche entstanden, welche noch heute genutzt werden.
Wird der Hauptaufstieg vom Parkplatz gewählt, so kommt der Besucher zu einem achteckigen Pavillon, welcher 1998 vom Gebirgsverein Kurort Gohrisch errichtet wurde. Bereits 100 Jahre vorher stand hier ein sechseckige Pavillon. Von ihm hat der Wanderer eine freie Sicht auf den benachbarten Papststein. An der nördlichen Seite befindet sich eine ca. 0,8 m breite und 15 m lange Klufthöhle, die Schwedenhöhle. Seitlich vom Gipfelweg führt ein Abstieg zur Höhle. In ihr versteckten sich während des Dreißigjährigen Krieges Bauern vor den marodierenden Soldatenhorden. Der höchste Gipfelfelsen auf dem Gohrisch ist auf der Westseite mit den Aussichten auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz, z.B. Pfaffenstein, Königstein und Lilienstein. Auf ihm ist seit über 100 Jahren eine Wetterfahne befestigt.

Es gibt fünf Kletterfelsen. Der Zwerg, dessen Erstbesteigung 1905 erfolgte und die Abgetrennte Wand sind von größerem Interesse. Anlässlich des 100. Todestages von Emil Grünewald wurde vom Gebirgsverein Gohrisch eine Steinbank mit dessen Namen am Einstieg zur Felsenschlucht aufgestellt. Der andere Aufstieg auf den Gohrisch beginnt am Parkplatz. Vorbei am Basaltbruch und Specksteintunnel wird durch eine enge Schlucht aufwärts gewandert. Über das zerklüftete Plateau sollte bis an die Ostseite zur Wetterfahne gegangen werden. Hier schweift der Blick über die weiten Wälder zum Katzstein, Lampertstein, dem mächtigen Pfaffenstein mit der Barbarin zum Quirl, Papststein, Königstein und Lilienstein.
Anschließend wird der Weg etwas zurückgegangen und über einige Leitern ins Tal abgestiegen. Der Markierung (gelber Strich) folgend, geht es nun in nördlicher Richtung bis zum Kurort Gohrisch.

Papststein in der Sächsischen Schweiz

Tafelberg Papststein

Der Papststein (451m ü. NN) liegt auf der linken Elbseite zwischen den Dörfern Papstdorf und Kurort Gohrisch. Er war der Erste im "Land der Steine", welcher schon 1780 durch einen Weg erschlossen wurde. Auch der Entdecker der Sächsischen Schweiz Magister Götzinger beschrieb eine Besteigung dieses Tafelberges. Nachdem Prinz Friedrich August 1830 auf dem Berg war, fand der Tafelberg Interesse in zahlreichen Beschreibungen und als Wanderziel.
Es entstand im Jahre 1862 ein einfaches Gasthaus auf der Nordseite des Gipfelplateaus. An dieser Stelle steht heute die gemütliche Berggaststätte mit einem zweiten Haus für die Sanitäranlagen, Küche und Übernachtungen.
Über viele Holzstufen und über Eisentreppen führt der Weg zwischen den Felsen hinauf. Gleich am Westaufstieg ist ein Aussichtspunkt von dem man auf den benachbarten Gohrisch und den Königstein sehen kann. Am Gasthaus hat man freie Sicht nach Norden auf die Kletterfelsen. Vom Felsplateau des Tafelberges (etwas über der Gaststätte) steht ein Feuerwachturm des Staatsforstes und es gibt eine herrliche Aussicht auf Papstdorf, die Schrammsteine, das Winterbergmassiv und zu den Zschirnsteinen. In der Ferne sind der Deciner Schneeberg und der Rosenberg zu sehen.
Beliebt sind die freistehenden Felsen, die Kleine Hunskirche und Große Hunskirche als Kletterfelsen. 1972 gab es einen riesigen Felssturz an der Südseite, bei dem ca. 4000 m³ Gestein ins Tal fielen.

Mit dem PKW kann man direkt die Straße von Kurort Gohrisch nach Pastdorf bzw. Cunnersdorf nehmen. An der Weggablung ist ein Wanderparkplatz, von dem aus der Weg nach Osten auf den Papststein führt.

Hunskirche auf dem
Papststein

Wanderung im Gebiet der Steine

Eine Wanderung führt zu den drei Tafelbergen Kleinhennersdorfer Stein, Papststein und Gohrisch in der Sächsischen Schweiz mit sehr schönen Rundumsichten. Ausgangspunkt und Zielort sind Papstdorf und Kurort Gohrisch. Die Wanderung im Gebiet der Steine ist in beiden Richtungen möglich und entspricht teilweise dem Malerweg.
Sie beginnt im Ortszentrum von Papstdorf und geht als erstes ein Stück die Hauptstraße entlang in östliche Richtung. Nach ca. 500 m führt der Weg nach Norden auf den Kleinhennersdorfer Stein (389 m). Dieser Berg wird vom Suppelsgrund aus bestiegen. Er ist nicht spektakulär und es sind auch keine Aussichten vorhanden. Dafür sind besonders seine Höhlen interessant, die auf der Südseite des Felsmassivs liegen. Die Größte ist mit 20 m Länge und 15 m Breite die Lichterhöhle. Daneben befindet sich die Hempelhöhle. Beide wurden durch die Sandgewinnung erweitert.

Nach Rückkehr in den Suppelsgrund wird in westliche Richtung (Malerweg-Markierung) weitergewandert und es geht auf den Papststein (452 m). Von der Gastwirtschaft und von der Aussicht am Feuerwachturm gibt es schöne Panorama-Aussichten auf den Gohrisch, Königstein und Lilienstein. Bei gutem Wetter können Bergsteiger an der Großen Hunskirche beobachtet werden.

Nach dem Abstieg vom Papststein ins Tal wird die Straße überquert und am Parkplatz beginnt der Aufstieg auf den Gohrisch (448 m). Vorbei am Basaltbruch und Specksteintunnel wird durch eine enge Schlucht aufwärts gewandert. Über das zerklüftete Plateau sollte bis an die Ostseite zur Wetterfahne gegangen werden. Hier schweift der Blick über die weiten Wälder zum Katzstein, Lampertstein, dem mächtigen Pfaffenstein mit der Barbarine zum Quirl, Gohrisch, Königstein und Lilienstein.
Anschließend wird der Weg etwas zurückgegangen und über Leitern ins Tal abgestiegen. Der Markierung (gelber Strich) folgend, geht es nun in nördlicher Richtung bis zum Kurort Gohrisch.
Von hier haben die Wanderer Anschluss an die Buslinie 244.

Schwierigkeit: Mittel
Anstieg: Steigungen besonders am Aufstieg Papststein und Gohrisch
Länge der Tour: ca. 8 km
Dauer: ca. 3-4 Std.

Das Wanderziel ist zu erreichen mit:

  • der Buslinie 244 von Königstein
  • dem KfZ von Königstein über Gohrisch nach Papstdorf
  • dem Kfz von Bad Schandau über Gohrisch oder über Krippen, Kleinhennersdorf

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954



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