Schloss Wernigerode

Region: Region Sachsen-Anhalt

Die Burg mit einer vieleckigen Ringmauer auf dem Agnesberg war zur Verteidigung von zwei Handels- und Heerstraßen bestimmt. Auf der nach Wernigerode hin liegenden Talseite wurden die Wohngebäude direkt in den Mauerring eingefügt. Sie sind heute nur noch teilweise erhalten.

Heute dient das Schloss als Schlossmuseum. Seit 1998 ist es deutsches museales Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jh. In annähernd 50 Räumen werden original eingerichtete Wohnräume des deutschen Adels vor 1918, zur Geschichte der Familie Stolberg-Wernigerode und zum deutschen Kaiserreich gezeigt. Zusätzliche Schwerpunkte sind außerdem Kunsthandwerk und Möbel vom 16. bis ins 19. Jahrhundert.

 

Schloss Wernigerode im HarzSchloss Wernigerode im Miniaturpark in Wernigerode

Aus der Geschichte

Zunächst wurde eine Burg zwischen 1110 und 1120 über der Siedlung Wernigerode erbaut. Die urkundliche Ersterwähnung stammt aus dem Jahr 1213. Sie galt damals als eine der festesten Burgen im Harzgebiet. Die Grafen von Wernigerode waren schwäbische Ministeriale des Kaisers Heinrich V. und deren Nachbarn die Grafen von Blankenburg und von Regenstein.

Der rasch anwachsenden Siedlung Wernigerode verliehen die Grafen 1229 das Stadtrecht. Im 14. Jh. erfolgte ein erster Umbau eine neue Kapelle und der Turm entstanden. Von der 1429 ausgestorbenen Linie der Grafen von Wernigerode übernahmen die Grafen von Stolberg den Besitz. Umbauten machten die Burg bis ins 16. Jh. nahezu uneinnehmbar. Im Bauernkrieg konnte sie nicht erobert werden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg aufgegeben.

Von 1671 bis 1676 erfolgte der Umbau in ein barockes Wohnschloss. Zwischen 1862 und 1885 ließ Otto von Stolberg-Wernigerode es zu einem geräumigen, repräsentativen Prunkschloss umbauen. Im neogotischen Stil entstand damals mit rund 250 Räumen, mehreren Türmen und Einzelgebäuden der heutige Gebäudekomplex. Den besonderen Wert des Schlosses macht die Innenarchitektur aus.

1929 gab der Fürst von Stollberg-Wernigerode das Schloss auf und es wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach der Enteignung der Fürsten 1945 entstand 1946 im Schloss ein „Feudalmuseum“, „das nicht nur den Glanz früherer Jahrhunderte, sondern auch deren Elend dokumentiert“.

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