Schloss Freudenstein in Freiberg

Schloss Freudenstein

Das Schloss Freudenstein befindet sich am Schlossplatz am Rande der Innenstadt von Bergstadt Freiberg. In seinen Räumen kann die sehr interessante Mineralienausstellung „terra mineralia“, eine Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, besucht werden. Sie ist die größte und schönste Ausstellung in ganz Deutschland und bietet Schätze von berühmten Fundstellen aus Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika.

Die Ausstellungsstücke stammen aus der "Pohl-Ströher Mineralienstiftung". Die Schweizerin Dr. Erika Pohl-Ströher überließ nach über 60 Jahren Sammlertätigkeit im Jahr 2004 ihre einzigartige Sammlung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe. Damit erhielt die Universität eine der bedeutendsten und wertvollsten privaten Mineralsammlungen der Welt. In der "terra mineralia" sind die edlen Stücke seit Oktober 2008 dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich.
Es ist ihr hervorragend gelungen, eine umfangreiche Sammlung mit wunderschönen Mineralien von allen Kontinenten aufzubauen. Bei der Farben- und Formenvielfalt, sowie der Qualität der Ausstellungsstücke hat die Ausstellung einen sehr hohen Schauwert.

Ausstellung Mineralogische Sammlung
Die Mineralogische Sammlung befindet sich im Krügerhaus und zeigt die gesamte Schönheit von Mineralen aus Deutschland vom mineralreichen Sachsen bis ins Saarland, von Schleswig-Holstein bis in die Berge Bayerns.
Es sind die faszinierenden Schätze aus deutschen Fundorten zu sehen wie die Silberlocken aus Freiberg, kostbare Edelsteine, schöne Achate sowie eine Galerie der Kristallmodelle und vieles mehr.

Öffnungszeiten
terra mineralia im Schloss
Montag - Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag - Sonntag 10 - 18 Uhr (auch feiertags)
(für Schulklassen öffnet die Ausstellung nach Absprache auch gern früher)

Mineralogische Sammlung Deutschland im Kügerhaus
Montag - Freitag 10 - 16 Uhr
Samstag - Sonntag 10 - 18 Uhr (auch feiertags)

Höhepunkte / besondere Angebote
In den Schulferien spannende Programme zu unterschiedlichen Themen für Schulkinder; große Auswahl an Programmen für Schulklassen (angelehnt an den Sächsischen Lehrplan); am Wochenende Experimente und Spaß für die ganze Familie in der „Forschungsreise“, dem Wissenschaftslabor.


Aus der Geschichte

Die Geschichte des Schlosses Freudenstein ist eng mit den Wettiner verbunden, erste urkundliche Spuren gibt es von 1312 und bis 1784. Im Jahre 1168 ließ der Meißner Markgraf Otto eine Burg zum Schutz des Silberbergbaus bauen. Ab 1505 residiert Herzog Heinrich der Fromme in Freiberg. Seine Söhne, die späteren Kurfürsten Moritz und August wurden im Schloss geboren. Als „Freudenstein“ wird das Schloss ab dem Jahre 1525 bezeichnet.1566 erfolgte unter Leitung des obersten Festungsbaumeisters Rochus von Lynar ein Umbau im Renaissance – Stil. Die Fertigstellung im Stil der Renaissance wurde 1577 beendet. Im Dreißigjährigen Krieg war es Teil der Verteidigungsanlage der Stadt Freiberg und nach dem Krieg wurde das Schloss nicht mehr als Residenz genutzt.

1784 begann der zweite große Umbau zum Militärmagazin und diente auch nach Übernahme durch die Stadt bis 1979 als Getreidespeicher.
Ab 1980 begannen denkmalpflegerische Arbeiten. Äußerlich erfolgte die Rekonstruierung im Stil der Renaissance. 2004 übernahm die Stadt Freiberg das Schloss und es wurde bis 2008 innen umgebaut.

Heute besteht das Schloss Freudenstein aus einer vierflügeligen Anlage mit den Gebäuden: Langes Haus, Neues Haus, Kirchenflügel, Großer Turm und Schmales Haus. Im Langen Haus ist die Ausstellung terra mineralia untergebracht.

Dr. Erika Pohl-Ströher

Erika Ströher wurde am 18. Januar 1919 in Rothenkirchen im Vogtland geboren. Ihr Großvater, Franz Ströher, gründete 1880 die erfolgreiche Kosmetikfirma „Wella". Bereits als Kind begann sie, Mineralien zu sammeln. Sie studierte ab 1944 in Jena Chemie und Biologie und promovierte im Fach Biologie. Zunächst sammelte Erika Ströher im Erzgebirge, später in den Alpen und dann in anderen Regionen Deutschlands, Europas und der Welt. Funde aus Rumänien, Russland, Marokko, Namibia, Australien, USA und in jüngerer Zeit vor allem China, Pakistan und Afghanistan sind in ihrer Sammlung. Sie baute ein System von Tauschpartnern und Händlern aus der ganzen Welt auf. So fanden neue und vor allem auch attraktive Mineralienstufen den Weg in ihre Sammlung. Es gelang ihr, Kontakte in ihre alte Heimat aufrecht zu erhalten, um Neufunde oder Material aus alten sächsischen Privatsammlungen zu erwerben.
Auch nach Einrichtung der Pohl-Ströher Stiftung als Dauerleihgabe an der TU Bergakademie Freiberg führt Frau Dr. Pohl-Ströher ihre Bemühungen um die Komplettierung ihrer Kollektion intensiv weiter. Motivation für sie ist die Tatsache, dass Teile der Sammlung in Freiberg nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Im Jahr 2006 entschied die Schweizerin Dr. Erika Pohl-Ströher ihre wertvolle Sammlung erzgebirgischer Volkskunst der Stadt Annaberg-Buchholz als Dauerleihgabe zu überlassen. Im Erzgebirge war ihre Familie seit Generationen beheimatet und sie verbrachte hier eine unbeschwerte Kindheit. Die Erinnerung an diese Zeit pflegte sie auch fern der Heimat. Die Sammlung der Volkskunstexponate entstand im Andenken an Marie Ströher, der Großmutter der Sammlerin.
Am 18.12.2016 verstarb Erika Ströher in Ferpicloz im Kanton Freiburg in der Schweiz.

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