Schloss Frýdlant (Friedland)

Schloss Frýdlant (Schloss Friedland)


Schloss Frýdlant (Schloss Friedland) liegt am Rand der gleichnamigen Stadt im Bezirk Liberec in der Böhmischen Lausitz.
Ein Rundgang führt durch die alte Burg mit dem ursprünglichen Museum von 1801 (eines der frühesten in Europa) und beginnt in der Kapelle, geht durch die Prunkräume und endet in der Schlossküche.

Es sind 50 Räume öffentlich zugänglich. Die Inneneinrichtung besteht aus Möbeln der letzten vier Jahrhunderte. Vollständig erhalten sind einige Räume aus dem 19. Jh. Hier hat sich auch die originale mobile Ausstattung in seltener Vollständigkeit aus dieser Zeit erhalten. Zu besichtigen sind Keramik, Porzellan sowie eine Waffenkammer.
Aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammt die noch funktionsfähige Schlossküche mit einer Sammlung von Kupfer- und Zinngeschirr.

In der neuen Waffenkammer sind über tausend Waffen mit außergewöhnlichen Exponaten von Waffen und Feuerwaffen, Militärwaffen, Jagdwaffen, Waffen zur Selbstverteidigung, Dienstwaffen, zeremoniellen Waffen, Rüstungen und Zubehör vorhanden.

Öffnungszeiten für Schloss und Turm

April und Oktober: Dienstag bis Sonntag: 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Mai und Juni: Dienstag bis Sonntag: 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Juli und August: Dienstag bis Sonntag: 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
September: Dienstag bis Sonntag: 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Eintrittspreise

Voller Eintritt: 180,00 Kč
Ermäßigt: 130,00 Kč
Eintritt für Kinder unter 15 Jahren: 130,00 Kč
Familienkarte (2 Erwachsene und 3 Kinder): 490,00 Kč
Studenten 130,00 Kč
Senioren (Personen über 65 Jahre): 130,00 Kč
Fremdsprachige Interpretation: 260,00 Kč

Schloss Frýdlant (Schloss Friedland)

Aus der Geschichte

Die frühgotische Burg wurde im 13. Jh. von der Familie von Ronow erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch der Kern des runden Turmes. 1278 ging die Burg in den Besitz der Herren von Bieberstein über, die sie erweiterten.

1554 erwarb Friedrich von Redern das Schloss und Herrschaft Friedland für 40.000 Taler von Kaiser Ferdinand I. Um 1600 erweiterten die von Redern die Burg durch einen dreigeschossigen Flügel der Vorburg mit der Sgraffitodekoration und bauten sie zum Schloss aus. In dieser Zeit entstand auch die Schlosskapelle mit dem Hochaltar der Spätrenaissance.

1620 erwarb Albrecht von Wallenstein die Herrschaft. Nach dessen Ermordung kam sie in den Besitz von Matthias Gallas einem kaiserlichen Feldmarschall. Von 1757 bis 1945 gehörte sie den Grafen Gallas/Clam-Gallas. Nach Schlossbränden am Ende des 17. Jahrhunderts erfolgten frühbarocke Umbauten.