Rittersgrün - OT von Breitenbrunn

Eisenbahnmuseum Rittersgrue

Die Pöhlatal-Schmalspurbahn, eröffnet 1889, verband Rittersgrün mit Schwarzenberg. Nach 102 Jahren, 1991,erfogte die Stillegung. Die Endstation der damaligen Schmalspurbahn Grünstädtel-Oberrittersgrün wurde 1977 als erstes Eisenbahnmuseum der DDR gegründet. Heute wird es als Sächsisches Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün betrieben.

Der Besucher kann alte Dampf- und Diesellokomotiven betrachten und die Technik selbst erforschen. Der Rundgang beginnt im Empfangsgebäude und führt anschließend in den Lokschuppen.

Öffnungszeiten

Museum:
Dienstag - Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr, letzter Einlass 15:30 Uhr

Museumsgaststätte:
Mittwoch - Sonntag 11:30 - 15:00 Uhr

Parkbahn:
nur an festgelegten Tagen

Bahnmuseum Rittersgruen

Rittersgrün


Rittersgrün feierte 2000 sein 750-jähriges Bestehen. Ein erster urkundlicher Nachweis existiert über eine Anlage eines Hammerwerks am Pöhlwasser um 1440. Erst 1534 wurde der Name Rittersgrün als Bezeichnung für das erste Haus auf der linken Seite des Pöhlwassers in einer Steuerliste des Amtes Schwarzenberg urkundlich erwähnt. Wenige Jahre später entstanden zwei neue Hammerwerke am rechten Ufer des Pöhlwassers. Hans Schwarz, der Bürgermeister von Annaberg, ließ an der Stelle der heutigen Kirche einen „neuen Hammer, am Behlwasser mit einem Renwergk“ errichten. Die Angabe „Undt seint daruber drey wüste Hammerstede und darunter auch eine“ lässt vermuten, dass schon länger hier Eisenverarbeitung betrieben wurde.

Das Pöhlwasser bildete im Mittelalter die Grenze zwischen der Herrschaft Schwarzenberg und den Besitzungen der von Schönburg. Oberhalb des Baches lag der Rittersgrüner Pass. Hier querte ein Steig das Erzgebirge nach Böhmen und es erfolgte eine frühe Besiedlung. Flussabwärts entstand der Hammer von Hans Kleinhempel, wahrscheinlich an der Stelle des Hammerwerks von Jakob Kleinhempel. Nach dem späteren Besitzer wurde er Arnoldshammer genannt. Um 1600 baute der Hammerherr Nikolaus Klinger einen Hochofen, welches später Schmertzingischer Hammer genannt wurde. Aus der Geschichte der Eisenverarbeitung in den Hammerwerken ist anzunehmen, dass sie die Grundlage für eine Ansiedlung im Tal war. Das raue Gebirgsklima und die kargen Felsböden ließen kaum Ackerbau zu.

Auf der linken Seite des Pöhlwassers (zum Amt Schwarzenberg gehörig) ist die Besiedlung seit 1534 nachgewiesen. 1560 waren es schon 11 Häuser. In der ersten Kartenaufnahme von Öder 1610 werden 2 Hochöfen und 3 Hammerwerke genannt.
1633 wurden durch die kaiserlichen Truppen des Generals Holk, welche den Rittersgrüner Pass benutzten, alle Eisenverarbeitungswerke zerstört. 28 Jahre später zerstörte ein Hochwasser die wiederaufgebauten Hammerwerke. 1670 begann Hannibal von Schmertzing mit den Wiederaufbau. Ende des Jahrhunderts war die Siedlung auf dem Hammerberg mehr als doppelt so groß wie vor der Zerstörung.
Anfang vom 18. Jh.s übernahm Johann August von Elterlein den Arnoldshammer und den Schmertzing'schen Hammer. Für über 100 Jahre blieben die Rittersgrüner Hämmer im Besitz der Familie von Elterlein. 1756 und 1762 grassierte eine Blatternepidemie im Dorf. Durch eine Hungersnot 1772 starben 268 Personen, ein Vielfaches der gewöhnlichen Zahl der Toten.
1778 wurden im Bayerischen Erbfolgekrieg die Hammergutsbesitzer aus Rittersgrün, Großpöhla und Kleinpöhla, die Familie von Elterlein, nach Techien verschleppt und der Ort geplündert.

Anfang vom 19. Jh. begann der Niedergang der Hammerwerke durch die Industriekonkurrenz aus Westfalen und England und neue Industriezweige entstanden. 1818 und 1819 wurden in Rittersgrün zwei Klöppelschulen gegründet. Der Rückgang von Bergbau, Eisenverarbeitung, Waldarbeit und des Klöppelwesens führte zur Verarmung der Bevölkerung, die durch eine Hungersnot und den Ausbruch von Scharlach und Blattern 1846 und 1847 ihren Höhepunkt erreichte.
Nach dem Zusammenschluss von Ober-, Unter- und Hammerrittersgrün zur Gemeinde Rittersgrün 1856 wurden neue Industriezweige aufgebaut. Die Gebäude in Arnoldshammer wurden als Holzschleiferei, Holzpappenfabrik und Brettschneiderei verwendet. Eine Holzschleiferei und Pappenfabrik entstand auf dem Gelände des Schmertzing'schen Hammers. Flussaufwärts entstanden zwei Sägewerke. 1864 wurde eine Holzwarenfabrik in Oberglobenstein gegründet.

Bahnmuseum Rittersgruen

Das Eisenbahnmuseum Schwarzenberg befindet sich in einem Lokschuppen, der 1902 zur Erweiterung des Schwarzenberger Bahnhofs angelegt worden war und zeigt unter anderem mehrere Dampf- und Dieselloks sowie Wagen und Nebenfahrzeuge. Es wird vom Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde betrieben.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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