Eibauer Museum im Faktorenhof

Faktorenhof Eibau

Am 31.10.2012 wurde das Museum im Faktorenhof in Eibau eröffnet. Eine Dauerausstellung ist die Geschichte der Kirchenmusik in der südlichen Oberlausitz im 18. und 19. Jh. Die Ausstellung reihte sich in die Veranstaltungen zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation in Deutschland 2017 ein. Außerdem sind im Museum Arbeiten des heimischen Malers Max Langner zu sehen. Ein kleiner Teil des Langer-Nachlasses ist seit seinem 115. Geburtstag in den Max-Langer-Stuben zu sehen.

Das Faktorenhaus (Wohnhaus eines Leinwandhändlers) ist ein stattliches ehemaliges Umgebindehaus mit einem mächtigen Krüppelwalmdach und fünf Fledermausgaupen. Das obere Geschoss hat Fachwerk, das Erdgeschoss ist mit Putzgliederung und besitzt ein barockes Portal aus Sandstein. Die Seitengebäude haben auch ein Krüppelwalmdach. Das Bauensemble ist von überregionaler, ortsgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung.

Das historisch wertvolle Ambiente des ehemaligen Paradezimmers des Faktorenhauses im Obergeschoss mit Floraler Decken- und Wandmalerei sowie Delfter Kachelmotiven bietet eine einzigartige Umrahmung für standesamtlichen Trauungen. Es ist möglich, eine Hochzeit nach Oberlausitzer Art und Sitte, mit dem traditionellen Holzsägen oder dem Tauben fliegen lassen, zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Weitere Veranstaltungen sind der Frühjahrs- und Herbstmarkt, das Osterhasenfest, der Weihnachtsmarkt und das Wichteln mit dem Weihnachtsmann.

Öffnungszeiten: 
Di - Fr: 10-12/13-16.30 Uhr
Sa./So/feiertags: 13.00 - 17.00 Uhr;
Museum und Touristinformation montags geschlossen (außer Feiertags)!

Faktorenhof Eibau

Eibauer Bier- und Traditionszug

... ist ein „Volksfest“ zur Brautradition in der Oberlausitz. Es findet jährlich Ende Juni in Eibau statt. Seit 1993 wird mit dem Festumzug vom Gasthaus „Waldkretscham“ Walddorf entlang der B 96 zum Festplatz am „Volkshaus“ an den historisch verbürgten „Bierkrieg“ zwischen Görlitz, Löbau und Zittau im 17. Jahrhundert erinnert.
Zu sehen sind beim „Bierzug“ viele Prachtgespanne sächsischer Brauereien. Des Weiteren ist historische Technik zu bestaunen, zum Beispiel verschiedene Handdruckspritzen der benachbarten Feuerwehren, alte Zwei- und Vierradfahrzeuge sowie alte Landmaschinen. In musikalischer Hinsicht wird Blasmusik von Spielmannszügen und Blaskapellen dargeboten.

Aus der Geschichte

Der Beginn der Bautätigkeit des heutigen Faktorenhofes Eibau datiert 1717. Als erstes Gebäude wurde das heutige Gesindehaus erstellt. Christian Zentsch aus Eibau, der erst in den Dörfern mit Karpfen handelte und später Leinwandhandel betrieb, bewohnte dieses prächtig ausgestaltete Handelshaus ab 1724. Er hatte bereits 1710 ein Vermögen von 40.000 Taler.
Auf dem Schlussstein des reich verzierten Korbbogenportals zieren die Buch­staben G und S und ein Anker. Dieser könnte ein Hinweis ­auf überseeische Handelsgeschäfte sein. Auch die Delfter Motive im reich bemalten Hauptzimmer des Obergeschosses weisen auf den Auslandshandel hin.

Das Haus Nr. 252 war im Ständerbau errichtet, welche in Eibau oft ausgeprägt ist. Das Gebäude weist gegen­über den anderen Anfang des 18. Jh. entstandenen Bauten Verbesserungen auf, welche sonst in der Schlossbaukunst verwendet wurden.


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