Gedenkstätte Bautzen

Gedenkstätte Bautzen

„Wer Bautzen hört, der denkt an Knast!“ – Bautzen war seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt für seine Haftanstalten. Im Jahr 1904 entstand das Gefängnis Bautzen I., bekannt auch als „Gelbes Elend“ und 1906 das Land- und Amtsgericht mit Gerichtsgefängnis Bautzen II.

Das Gefängnis Bautzen I. wird heute noch als Justizvollzugsanstalt des Landes Sachsen genutzt. Im Gefängnistrakt Bautzen II, hinter dem Gerichtsgebäude, befindet sich die Gedenkstätte Bautzen, welche bis 1990 Sonderhaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit war und ab 1993 Gedenkstätte. Hier wird an die Opfer der beiden Bautzener Gefängnisse erinnert.
In beiden Gefängnissen wurden während des Nationalsozialismus, der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur politische Gegner unter unmenschlichen Haftbedingungen gefangen gehalten. Die Gedenkstätte Bautzen erinnert an die Opfer. Sie gehört zur „Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft“.

Die Ausstellung berührt drei Themenkomplexe: Nationalsozialistischer Strafvollzug in Bautzen / 1933–1945 Geschichte des sowjetischen Speziallagers Bautzen / 1945–1956 Stasi-Gefängnis Bautzen II. 1956–1989.
Zu besichtigen sind im Original erhaltene Arrestzellen, der Isolationstrakt und die Freiganghöfe der früheren MfS-Sonderhaftanstalt Bautzen II.

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10 bis 16 Uhr
Freitag 10 bis 20 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uh


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