Hohwald im Lausitzer Bergland

Hohwald im Oberlausitzer Bergland

Der Hohwald ist mit ca. 30 km² eines der grössten zusammenhängenden Waldgebiete in Sachsen. Er ist der westliche Teil vom Lausitzer Bergland und liegt an der Deutsch-Tschechischen Grenze. Südwestlich befindet sich das Elbsandsteingebirge. Er besteht geologisch aus Biotit-Granodiorit (Lausitzer Granit). Dieser ist mit vulkanischen Gesteinen durchzogen, welche in mehreren Steinbrüchen abgebaut werden.

Im Osten befindet sich die Gemeinde Steinigtwolmsdorf. Im Norden in einer Talsenke sind die Orte Putzkau und Neukirch. Im Westen des Waldes liegt die Stadt Neustadt in Sa.. Der Valtenberg (587 m) im Norden des Hohwaldes ist der höchste Berg des Lausitzer Berglandes und der Hohe Hahn (528 m) bei Langburkersdorf ist der zweithöchste Berg. Das Waldgebiet weist Höhen zwischen 400 und 500 m auf. Am Valtenberg ist die Quelle der Wesenitz, die nach Norden einen großen Teil des Waldes entwässert.

Aus der Geschichte

Die Berge Valtenberg, Rüdenberg und Tannenberg (bei Sebnitz) wurden 1241 in der Oberlausitzer Grenzurkunde genannt, welche den Besitz des Meißner Bischofs von Böhmen abgrenzte. Der Name Hohwald erschien erstmalig in eine Urkunde des Amtes Hohnstein im Jahre 1445. Das raue Klima und die zahlreichen Felsen waren Hindernisse für eine Besiedlung und intensive wirtschaftliche Nutzung. In der Besiedlungszeit war der Wald interessant für den Bergbau und nur am Rande entstanden kleine Räumichte zur Grünlandnutzung. Im 18. Jh. entwickelte sich die Forstwirtschaft, dazu kamen die Steinbrecherei und der Torfabbau.

Hohwaldklinik

Südöstlich der Hohwaldstraße befindet sich die Hohwaldklinik. Den Bau errichtete 1902 bis 1905 die Landesversicherungsanstalt Sachsen. Die Klinik mit 270 Betten diente als Heilstätte für damals weit verbreitete Lungenkrankheiten. Die windgeschützte Südhanglage wurde bewusst für die Rehabilitation der Tuberkulosekranken gewählt. Die Klinik war damals eine der größten in Deutschland. Sie war administrativ ein selbständiger Gutsbezirk. 1925 erwarb die Landesversicherungsanstalt das Schloss Langburkersdorf. Das Rittergut diente der Versorgung der Klinik.
In den 1970er Jahren wurde die Klinik zu einer Fachklinik für Orthopädie, da die Zahl der Lungenkrankheiten abnahm. Seit 1998 gehört sie zur Asklepios-Kliniken-Gruppe und verfügt über 105 Betten. Mit über 240 Mitarbeitern gehört die Hohwaldklinik zu den größten Arbeitgebern in Neustadt in Sachsen.

HohwaldklinikEingang zur Hohwaldklinik


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