Barockschloss Milkel

Barockschloss Milkel

1998 kaufte Hermann Fuchs aus Unterfranken das Schloss und begann mit der Substanzrettung. Nach 14-jährigen Sanierungsarbeiten sind heute das Schloss, die Kavaliershäuser, der Park und die Begräbnisstätten der Vorbesitzer in einem denkmalwürdigen Zustand.
Besonders bemerkenswerte Ausstattungen im Inneren sind die Zellengewölbe im Südturm aus der Zeit nach 1400 und die Stuckdecke (um 1750) des Rokokosaales. In der Sichtachse nach Westen durch die Parkanlagen ist im Parterre der symmetrische, französisch angelegte Parkteil, mit Sandstein-Skulpturen und weiteren Schmuckelementen ausgestattet. Zum größeren, englischen Landschaftspark führen eine Sandsteinbrücke und die 2005 auf altem Grund errichtete Schmiedeeisenbrücke.

Schmiedeeisenbrücke im Landschaftspark Milkel

Das heute noch auf vier Seiten von Wasser umgebene Barockschloss Milkel ist auf Eichenpfählen gegründet und wurde vermutlich ab 1302 mit Steinbauten ergänzt. Bereits ab dem 9. Jahrhundert soll hier ein Wehr- und Wohnturm aus Holz gestanden haben. Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert wurde das Schloss durch die jeweiligen Besitzer erweitert. 1719/20 wurde durch die Familie von Ponickau der Nordturm angebaut und die heutige Grundform geschaffen. Da Moritzburg später in die jetzige Form umgebaut wurde, ist anzunehmen, dass Milkel das Vorbild für Moritzburg war. Von 1769 bis 1908 befand sich Milkel im Besitz der Familie von Einsiedel. Von 1945 bis 1948 wurde es als Flüchtlingslager, später als Gewerkschaftsschule. Von 1953 bis 1993 nutzte die sorbische Sprachschule das Areal. Von 1993 bis 1998 stand das Schloss leer.

Barockschloss Milkel

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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