Polenztal bei Hohnstein

Im Polenztal in der Sächsischen SchweizMärzenbecher im Polenztal

Das Polenztal ist ein tief eingeschnittenes, U-förmiges enges Tal mit senkrechten 130 bis 150 m hochragenden Felswänden in der Sächsischen Schweiz bei Hohnstein. Es gehört zu den schönsten Tälern des Elbsandsteingebirges.
Die relative Unberührtheit der Landschaft war bereits 1940 Anlass, ein Teil des Tals zum Naturschutzgebiet zu erklären. Es umfasst eine Fläche von 69,78 ha. Seit 1961 sind die westlichen Polenzhänge oberhalb von Hohnstein mit einer Fläche von 110,24 ha ebenfalls Teil des Naturschutzgebietes. Die Polenz ist ein 29,4 km langer Fluss und wird aus neun Quellen in der Neustädter Gegend gespeist.

Am Schönsten ist das Tal zur Blütezeit der Märzenbecher. Sie finden auf den feuchten Wiesen für ihr Wachstum günstige Voraussetzungen. Es ist das größte Wildvorkommen in Sachsen. Der Spaziergang wird an der Bockmühle begonnen und an den Wiesen mit tausenden Märzenbechern bachabwärts fortgesetzt. Der Weg schlängelt sich vorbei an der Heeselicht- und Russigmühle bis zur Gaststätte Polenztal.
Von hier ist eine Rückkehr nach Hohnstein möglich oder die Wanderung wird im unteren Polenztal, vorbei an zerklüfteten, hoch aufragenden Felswänden und eigenartigen Felsformen entlang, fortgeführt bis zur Waltersdorfer Mühle.

Die Polenz

Polenz ist der rechte, kleinere Quellfluss des Lachsbaches, ein Elbenebenfluss. Sie entspringt an der deutsch-tschechischen Landesgrenze zwischen Langburkersdorf und Nová Víska aus neun Quellen am Roubený (Raupenberg). Der Oberlauf der Polenz bildet die Grenze zwischen dem Elbsandsteingebirge und dem Hohwald, welcher zum Lausitzer Bergland gehört. In westlicher Richtung durchfließt sie die Ortschaften Langburgersdorf, Neustadt in Sachsen und Polenz. Hinter dem Dorf Polenz wendet sie sich nach Süden.

An der Stadt Hohnstein durchbricht der Fluss den Sandstein und die Talform wandelt sich von der V-Form in eine enge Schlucht. Rechts wird das Tal vom Hockstein und dem Ziegenrücken und links vom Brandmassiv eingegrenzt. Auf ihrem ca. 31 km langen Lauf münden 10 Bäche in die Polenz. Am Orchelmassiv nahe Porschdorf vereinigen sich die Polenz und die Sebnitz und fließen als Lachsbach in die Elbe bei Rathmannsdorf. Der Name Lachsbach deutet darauf hin, dass das beide Flüsse bevorzugte Laichgewässer der Lachse waren. Seit 1995 existiert das länderübergreifende Projekt Elbe-Lachs, welches eine Wiederbesiedlung unter anderem in der Polenz mit Lachsen zum Ziel hat. Für die Aufzucht der Jungfische wurde die Forellen- und Lachszuchtanlage Langburkersdorf eingerichtet.

Von Polenz bis zur Vereinigung mit der Sebnitz gab es 11 Mühlen. Die Mühlen existieren meist nicht mehr oder sie dienen heute oft dem Tourismus als Gasthäuser wie die Bockmühle, die Russigmühle und die Waltersdorfer Mühle.

Während des Hochwassers am 6. August 2010 ließen starke Regenfälle im Einzugsgebiet der Polenz den Pegelstandinnerhalb von 18 Stunden von 30 cm auf 200 cm ansteigen. Mehrere Grundstücke, Straßen und Keller standen für einige Tage unter Wasser.

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