Städtischen Sammlungen Sebnitz

Heimatmuseum Sebnitz

Das Kunstblumen- und Heimatmuseum mit einer reichhaltige Sammlung zur Orts- und Regionalgeschichte Sebnitz wurde mit dem Afrikahaus zu den Städtischen Sammlungen vereinigt und befindet sich in einem 1731 erbauten Bürgerhaus. Breiten Raum nimmt die Handwerksgeschichte der Leinenweberei und der Kunstblumenherstellung ein. Auch die heimatliche Volkskunst, wie die des Puppenspielers Max Jacob und des Scherenschnittkünstlers Adolf Tannert sind Bestandteil der Ausstellung. Außerdem gehört die Waldarbeiterstube in Hinterhermsdorf zur Städtischen Sammlung. Sie gibt Einblick in die Wohnverhältnisse einer Familie am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Hervorzuheben ist die Pflege des Erbes von Prof. Dr. Alfred Meiche und von Wilhelm Leberecht Götzinger. Es ist ein Verdienst des langjährigen Museumsleiters Manfred Schober, das Wirken der Heimatforscher lebendig zu halten, die Forschungsergebnisse zu publizieren und einem großen Interessentenkreis zugänglich zu machen. Das Museum trägt den Namen des bekannten sächsischen Heimatforscher Prof. Alfred Meiche.

Das Afrikahaus ist mit seiner völkerkundlichen Sammlung von ca. 4.000 Exponaten ein Museum, das sich der Geschichte und Gegenwart des afrikanischen Kontinents widmet. Bedeutungsvoll ist seine Nold-Namibia-Bibliothek.

Öffnungszeiten
tägl.  von 10:00 bis 17:00 Uhr
Montag geschlossen

Adresse
Kunstblumen- und Heimatmuseum "Prof. Alfred Meiche"
Hertigswalder Str. 12 - 14, 01855 Sebnitz
Tel.: 035971 80730 / Fax: 035971 80830
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Museum Sebnitz

Heimatforscher Prof. Alfred Meiche

Alfred Meiche wurde in der Familie eines kleinen Kunstblumenfabrikanten am 24.11.1870 geboren. Er war ein begabter Schüler und nach dem Besuch des Annen-Gymnasiums in Dresden nahm er ein Studium der Neuen Sprachen, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Leipzig, München und Heidelberg auf.

1893 erschien sein erste Veröffentlichung "Sagenbuch der Sächsischen Schweiz". Viele Jahre war Alfred Meiche Vorsitzender des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz und arbeitete sehr aktiv für den Denkmal-, Landschafts- und Naturschutz. 1907 erschien der Sammelband "Burgen und vorgeschichtliche Wohnstätten der Sächsischen Schweiz".
Von 1904 bis 1917 arbeitete er gemeinsam mit Otto Mörtzsch und Dr. Georg Pilk an einem geschichtlichen Lexikon über die Heimat. Als Pilotobjekt wurde von der königlich sächsischen Geschichtskommission die Amtshauptmannschaft Pirna ausgewählt. Erst 1927 nach den Wirren des 1. Weltkrieges und der wirtschaftlichen Krisen gelang es Prof. Dr. Alfred Meiche das 400- seitige Werk herauszubringen. Mit der "Historisch-Topographischen Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna" ist eine in Deutschland einmalige Sammlung und Auswertung heimatgeschichtlicher Quellen gelungen.

Seit 1933 lebte er wieder in seiner Heimatstadt Sebnitz. Seine Arbeiten wie die "Deutsche Ortsnamen Sachsens östlich der Elbe", die Darstellung der deutsch-slawischen Beziehungen passten den Regierenden nicht in das nationalistische Konzept. Verarmt und ausgebrannt starb Alfred Meiche am 25.Mai 1947 in Sebnitz.
Seine akribische Arbeitsweise, seine umfangreichen Arbeiten können noch heute vielen Heimatforschern und interessierten Lesern Anregungen geben.

Ihm zu Ehren trägt das Kunstblumen- und Heimatmuseum seinen Namen. Das Museum "Prof. Dr. Alfred Meiche" gibt einen Überblick über das Werden und Wachsen von Sebnitz und über die Geschichte der Kunstblumenentwicklung.

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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