Burgen und Schlösser in der Sächsischen Schweiz

Das Gebiet der Sächsischen Schweiz war im Mittelalter kein unberührter Grenzwald zwischen Sachsen und Böhmen gewesen. Schon frühzeitig nutzten die Bewohner nicht nur die Wälder zur Jagd, zur Holzgewinnung, der Bienenweide und die Bäche zum Fischfang. In der Bronzezeit wurde der Pfaffenstein als Wohn- und Schutzort genutzt. In der zweiten Phase der deutschen Ostsiedlung entstanden Dörfer auf den Ebenheiten und die Grundherren bauten sich hier ihre Burgen. So entstanden Herrensitze in Liebethal, Lohmen, Wehlen und Rathen durch den Markmeißner Adel.

Die große Burg in Wehlen war der Lieblingssitz des Markgrafen Heinrich, dem Erlauchten. Zur gleichen Zeit regierte der Premyslidenkönig Wenzel auf dem Königstein, hier stellte er die Lausitzer Grenzurkunde aus. Die Burganlage Sonnenstein gehörte dem König von Böhmen und ab 1405 der Mark Meißen.

Burg HohnsteinBurg Hohnstein
Vordere Sächsische Schweiz
Burg StolpenBurg Stolpen
Vordere Sächsische Schweiz
Burg Wildenstein mit KuhstallBurg Wildenstein
Hintere Sächsische Schweiz
Felsenburg NeurathenFelsenburg Neurathen
Vordere Sächsische Schweiz

Festung koenigsteinFestung Königstein
Gebiet der Steine
Schloss und Festung SonnensteinSchloss und Festung Sonnenstein
Vordere Sächsische Schweiz
Schloss ZuschendorfLandschloss Zuschendorf
Vordere Sächsische Schweiz

Die Felsenburgen in der Sächsischen Schweiz

Burgen in Liebstadt und Zuschendorf entstanden durch Dienstleute des Dohnaer Burggrafen. Die Carlowitze auf Zuschendorf stiegen zum höchsten Dienstadel in Sachsen auf. Auch die Lehnherren des böhmischen Königs die Wartenberger, Michelsberger und Berken von der Duba verwalteten in der Sächsischen Schweiz in Hohnstein und in der Lausitz ihren Besitz. Da beide Staatsgründungen gleichzeitig erfolgten, kam es folglich auch zu Streitigkeiten, um das Land und da spielten auch die Burgen in der Felsenwelt eine große Rolle.

So gab es neben den bekannten Burgen wie der Königstein, Stolpen und Rathen auch kleine Felsenburgen, die zeitweilig eine große Rolle spielten. Als der Markgraf Wilhelm der Einäugige begann sein Territorium um die Burggrafschaft Dohna und böhmisches Land gewaltsam zu erweitern, ging der Streit auch um die Burgen Hohnstein, Wildenstein, Arnstein, Neurathen, Altrathen und auf dem Winterstein.

Von Anfang an waren die Berken von der Duba unterlegen. Sie hatten außer einigen kleinen Dörfern, viel Wald und Felsen, aber weniger Verdienstmöglichkeiten. Folgerichtig kamen einige Adlige und ihre Dienstmannen auf die Idee, sich an den Lausitzer Kaufleuten, welche durch die Waldgegend ihre Waren transportierten, schadlos zu halten. Das rief die Stadtsoldaten des Lausitzer Sechsstädtebundes auf den Plan. Die Burganlagen wurden belagert und abgebrannt. Die Hauptakteure des böhmischen Adels, die Berken von der Duba, wurden teils gewaltsam und durch Tauschverhandlungen aus dem Gebiet verdrängt. Mit dem Vertrag von Eger 1459 wurde das Kurfürstentum Sachsen alleiniger Besitzer des Gebirgsgebietes. Die Grenzen erhielten den Verlauf, wie er heute noch ist.

Für Wanderer und Bergsteiger sind einige Spuren noch heute, fast 600 Jahre nach der Vernichtung der Felsenburgen, sichtbar. Die bekannteste Burg war auf dem Neuen Wildenstein, bekannt durch die große Schichtfugenhöhle "Kuhstall". Balkenlager und Spuren auf dem Bergplateau sind noch erkennbar. Auf dem Winterstein stand das "Hintere Raubschloss", auch hier sind Spuren der Einbauten, Aufstiege und ein Mauerrest sichtbar. Der Arnstein bei Oberottendorf neben dem Kirnitzschtal hat die markantesten Spuren. Balkenlager, eine in den Fels gehauene Zisterne und alte Felsritzzeichnungen sind zu sehen.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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