Zwickau ist die viertgrößte Stadt im gleichnamigen Landkreis und Zentrum im südwestlichen Teil des Freistaates Sachsen. Sie liegt an der Zwickauer Mulde in einer dem Erzgebirge und dem Vogtland vorgelagerten Talaue.
Der Name „Zwickau“ leitet sich wahrscheinlich von der sorbischen Bezeichnung Świkawa ab und könnte von Svarozič, den slawischen Gott der Sonne und des Feuers kommen. Fast 800 Jahre lang wurde in der Region Steinkohle abgebaut.

Zwickau ist die Wiege der sächsischen Automobilindustrie. Hier entstanden die Firmen Horch, Audi, Autounion und Sachsenring.

Sehenswertes

Das Zwickauer Dom St. Marien ist das wichtigstes sakrales Baudenkmal der Stadt. Die Kirche entstand um 1180 als romanische Saalkirche und wurde von 1453 bis 1563 zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche umgebaut. Der das Stadtbild prägende Kirchenturm (87 m) ist ein barocker Glockenturm aus dem Jahr 1672, welcher den durch Blitz beschädigten Turmaufsatz ersetzte. Im Jahr 1520 predigte auch hier Thomas Müntzer.


Die Kirche St. Katharina zwischen 1212 und 1219 erbaut. Von Oktober 1520 bis April 1521 predigte Thomas Müntzer in der Kirche.

Rathaus von Zwickau

Das Zwickauer Rathaus bildet mit 54 m Länge die Südseite des Hauptmarktes und besitzt 3 Geschosse. Neben den Amtsstuben im Erdgeschoss befanden sich früher im Keller die Rüstkammer, Gerichtsstube, Kerker und Marterkammern. Im 1. Obergeschoss gab es einen Saal. Von den Räumen blieb nur die Jakobskapelle im ursprünglichen Zustand erhalten.
Der lange, dreijochige Raum mit Kreuzrippengewölben wurde zwischen 1473 und 1477 durch Arnold von Westfalen erbaut. Die Gewölberippen aus rotem Cainsdorfer Sandstein sind 1615 barock bemalt. Das Portal stammt von 1540.

Seine heutige Gestalt mit der neogotischen Fassade erhielt das Rathaus 1866/1867 nach mehreren Umbauten. Über dem Haupteingang sind das große Stadtwappen und die ältesten Ratssiegel erkennbar. Die Erweiterungsbauten in der Schneeberger Straße erfolgte 1897/98. Dort befindet sich ein kleines Glockenspiel.

Das Dünnebierhaus, ein spätgotische Bürgerhaus aus dem Jahr 1480 wurde von Nicol Römer errichtet. Im 19. Jh. unterhielt der Kolonialwarenhändler Dünnbier im Haus eine Likörfabrik und Kaffeerösterei. Das Haus musste 1980 teilweise abgetragen werden und wurde bis 1984 neu errichtet. Charakteristisch ist der Staffelgiebel.
Heute ist in ihm das Standesamt, deshalb wird es auch als Hochzeitshaus bezeichnet.

Von den Priesterhäuser sind noch vier Gebäude mit steilen gotischen Giebeln (Domhof 5–8) verblieben. Wahrscheinlich gehören sie zu den ältesten Wohnhäusern in Deutschland. Die Deckenbalken im Haus 7 sind von 1264. 1521 gabe es eine erstmalige Erwähnung in einem Ratsprotokoll. Seit Mai 2003 sind sie Museum für Stadtgeschichte.

Das Kräutergewölbe an der Nordostseite des Hauptmarktes wurde um 1500 errichtet. Es hat spätgotischen Elemente bzw. Baustilelemente der frühen Renaissance.

Dünnebierhaus - ein Bürgerhaus von 1480

Seit 1561 befand sich im Haus Hauptmarkt 17 neben dem Kräutergewölbe die Löwen-Apotheke - die zweitälteste sächsische Apotheke. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1478. Durch den beginnenden Silberbergbau im Schneeberger Revier wuchs auch in Zwickau die Bevölkerung stark an. Damit stieg der Bedarf an Medikamenten, welcher nicht durch gelegentlich durchreisende Händler und die kräuterkundigen Mönche gedeckt werden konnte.


Das Robert-Schumann-Haus präsentiert in acht Ausstellungsräumen die weltweit größte Ausstellung Leben und Werk von Robert und Clara (Wieck-) Schumann.

Das Geburtshaus am Hauptmarkt ist nach dem Hochwasser 1954 wiederaufgebaut und wird seit 1956 als Museum genutzt. Die Museumsbestände des seit 1910 bestehenden Museums zogen in das Geburtshaus ein. In den 1990er Jahren erfolgte eine Modernisierung und im Februar 2011 die Übergabe der erweiterten Ausstellung an die Öffentlichkeit.

Das Haus wurde um 1450 erbaut. Die Familie zog 1808 von Ronneburg nach Zwickau und 1810 wurde in dem Haus Robert Schumann geboren. Der Vater leitete mit seinem Bruder das Verlagshaus Gebrüder Schumann.

Robert-Schumann Haus
Zwickauer Schloss

Die Burganlage „Castrum Zcwickaw“ wurde 1292  erstmals in einer Urkunde erwähnt. Nach einem Stadtbrand 1403 war sie stark beschädigt und von 1404 bis 1407 erfolgte auf Anweisung vom Markgraf Wilhelm I. der Wiederaufbau.
Unter dem Kurfürst Christian I. war bis 1590 der Umbau zu einem Renaissanceschloss. Von 1775 bis 1962 war die Nutzung vom Schloss ein Gefängnis. Gefangene waren Karl May, August Bebel, Rosa Luxemburg und Martin Hoop. Das Schloss diente danach Betrieben als Lager, Wäscherei und Archiv.

2004 gründete sich der Förderverein Schloss Osterstein und 2006 erfolgte die Grundsteinlegung zur Restaurierung und Wiederaufbau vom Schloss. Im November 2008 kam es zur Schlüsselübergabe an die Betreibergesellschaft Seniorenpflegeheim gemeinnützige GmbH Zwickau. Ein Museum und eine Gaststätte zogen ebenfalls ein.


Der Kornhaus wurde um 1480 vom Patrizier Martin Römer, ein großzügiger Förderer seiner Stadt, errichtet und ist einer der größten und ältesten Profanbauten seiner Art in Deutschland.
Das Kornspeicher wurde bis 2014 umfassend saniert und dient seitdem als Stadtbibliothek.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag | 10:00 - 18:00
Samstag | 09:00 - 13:00
Mittwoch und Sonntag geschlossen

Regionale Informationen


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