Sachsen

ANNABERG-BUCHHOLZ

Erzgebirge

Annaberg-Buchholz liegt im Erzgebirge in einer Höhe von 600 Metern (ü. NN) beiderseits des Sehmatales. Der Stadtteil Annaberg ist an den Hängen des Pöhlberges rechts der Sehma und Buchholz breitet sich an der gegenüberliegenden Talseite bis zum Schottenberg aus.
Das Stadtbild wird geprägt von vielen gründerzeitlichen Bauten und der Besonderheit der stellenweise extremen Hanglage. Im Norden Annabergs sind Neubauten aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und zwei große Wohngebiete in Typenbauweise.
Die Gegend um den Pöhlberg und Schreckenberg im Erzgebirge wurden im 12. Jh. besiedelt. Die ersten Urkunden über die Siedlungen sind von 1397.

Bergbau in Annaberg-Buchholz

Bestandteile des Annaberger Bergbaugebiets sind die Bergstadt Annaberg, die Bergbaulandschaften Pöhlberg, Annaberg-Frohnau und Buchholz und sie gehören zur Objektliste UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří. Der Bergbau im Annaberger Revier wurde auf Silber, Kupfer und Zinn sowie Wismut oder Kobalt betrieben. Das bedeutendste Bau- und Kulturdenkmal in Annaberg ist die von 1499 bis 1525 erbaute spätgotische Hallenkirche St. Annen. Das Annaberger Bergbaugebiet grenzte im Osten an das Marienberger und im Westen an das Schneeberger Bergbaurevier.

Sehenswertes

Marktplatz mit Rathaus: An der Nordostseite des Annaberger Marktplatzes steht das Barockrathaus, erbaut 1751. Bemerkenswert ist im Inneren das sogenannte Berghauptmannszimmer mit reichen Ausmalungen. Den Barbara-Uthmann-Brunnen auf dem Markt schuf Robert Henze 1886.

Zum Pohlberg: Das beliebte Ausflugsziel liegt östlich von Annaberg-Buchholz, hat eine Höhe von 834 m ü. NN und besteht überwiegend aus Basalt. Auf dem Gipfel befindet sich eine Ausflugsgaststätte mit einem 35 m hohen Aussichtsturm. Der Bau erfolgte anlässlich des 400-jährigen Gründungsjubiläums von Annaberg im Jahr 1896. An den Berghängen befinden sich zwei Skihänge mit Liften sowie eine Rodelbahn.

Erzgebirgsmuseum mit Silberbergwerk

Erzgebirgsmuseum mit Silberbergwerk

Katharinen-Kirche

Katharinen-Kirche

Um 1500 als dreischiffige Hallenkirche in Buchholz geplant, wurde der Bau aber 1523 eingestellt. Sie wurde erst zwischen 1874 und 1877 im Stil der Neogotik stark um- und ausgebaut. Am 14. Februar 1945 brannte sie bei einem Luftangriff aus.
Bis 1975 erfolgte der Wiederaufbau. Wertvollstes Ausstattungsstück ist ein Flügelaltar von Hans Hesse aus der Zeit um 1515.

St. Annenkirche

St. Annenkirche

Die 1525 in Rekordzeit fertiggestellte spätgotische Hallenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt Annaberg-Buchholz und weithin sichtbar. Sie hat eine wertvolle Ausstattung. Hervorzuheben ist der Bergaltar mit einen Gemälde des Bergbaues aus dem 16.Jahrhundert von Hans Hesse.

Bergkirche St. Marien

Bergkirche St. Marien

Sie ist die einzige bergmännische Sonderkirche in Sachsen und wurde 1511 erbaut. In der Kirche wird der Annaberger Krippenweg präsentiert.

Regionale Informationen

Tourist-Information
Buchholzer Straße 2
09456 Annaberg-Buchholz
Tel: 037369 87123


Wanderkarte Annaberg Buchholz
Annaberg-Buchholz

Aus der Geschichte

Um 1470 begann der Bergbau. Nach der Entdeckung von Silbergängen am Schreckenberg 1491 zogen viele Menschen im Zuge des Berggeschreys zu. Auf Weisung des Herzog Georg des Bärtigen wurde die Stadt gegründet. Den Stadtplan entwarf der Freiberger Bürgermeister Ulrich Rülein von Calw. Das Stadtrecht erhielt die „Newe Stat am Schrekenbergk“ schon 1497 und ein Jahr später gründete man die Münzstätte Annaberg in Frohnau. Ab 1590 hatte sich der Ortsname Annaberg durchgesetzt. Schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war sie die zweitgrößte Stadt im Erzgebirge nach Freiberg.

Nach dem Niedergang des Bergbaus und nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Annaberg zur kleinen Handwerkerstadt. 1731 vernichtete ein großer Stadtbrand Teile der Stadt. Erst im 19. Jh. kam es durch die Textilindustrie und Posamentenherstellung wieder zu einem Wirtschaftsaufschwung. Der Anschluss an die Zschopautalbahn 1861 beförderte diese Entwicklung.

Schon 1495 entstand unterhalb von Annaberg im Sehmatal die Bergbausiedlung St. Katharinenberg im Buchholz. Buchholz stand immer im Schatten seiner Nachbarstadt. 1620 zogen viele böhmische Exilanten zu. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es schwer verwüstet. Die wirtschaftliche Entwicklung verlief ähnlich wie in Annaberg. Die Stadträte beider Städte beschlossen 1949 die Vereinigung zu Annaberg-Buchholz.


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