Schloss Weesenstein im Müglitztal

Schloss Weesenstein im Müglitztal

Im Müglitztal erhebt sich hoch über dem gleichnamigen Fluss das malerische Schloss Weesenstein auf einem Felssporn. Die Müglitz durchquert den Schlosspark und teilt ihn in zwei Abschnitte, die jeweils eine Einheit bilden. Rosen- und Blumenrabatten zieren den schlossnahen Parkteil. Im grösseren Abschnitt sind eine Lindenallee und Hainbuchenhecken zu sehen. Während des Hochwassers 2002 wurde der Schlosspark mit Skulpturen, dem Parkpavillion und dem Wintergarten überflutet und verwüstet. Seit 2006 ist der Park wieder vollständig hergestellt.

Im Schloss gibt es mehrere Ausstellungen:
- Schlossmuseum mit einer Dauerausstellung zur Reise in die Vergangenheit von Sachsen. Der Weg ins Mittelalter führt nach oben, somit in umgekehrter Reihenfolge.
- Unterschloss mit den fürstlichen Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts
- Burg mit Informationen über die frühe Geschichte von Weesenstein
Evangelisch-lutherische Schlosskapelle

Öffnungszeiten
November bis März: Di – So 10.00 – 16.00 Uhr
April bis Oktober: täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Schließtage: 24./25.12.

Eintrittspreise
Erwachsene 6,00 €, ermäßigt 3,00 €
gesonderte Familien- u. Gruppentarife

Höhepunkte /Angebote
Mittelalterfest (Pfingsten), Schlossweihnacht (1. Advent);
vielfältiges Veranstaltungsprogramm

Adresse
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen
GmbH – Schloss Weesenstein
Am Schlossberg 1, 01809 Müglitztal
Tel. 035027 626-29 I Fax 035027 626-28 I www.schloss-weesenstein.de

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Schloss Weesenstein im Müglitztal

Schloss Weesenstein im Müglitztal

Im Müglitztal erhebt sich hoch über dem gleichnamigen Fluss das malerische Schloss Weesenstein auf einem Felssporn. Die Müglitz durchquert den Schlosspark und teilt ihn in zwei Abschnitte, die jeweils eine Einheit bilden. Rosen- und Blumenrabatten zieren den schlossnahen Parkteil. Im grösseren Abschnitt sind eine Lindenallee und Hainbuchenhecken zu sehen. Während des Hochwassers 2002 wurde der Schlosspark mit Skulpturen, dem Parkpavillion und dem Wintergarten überflutet und verwüstet. Seit 2006 ist der Park wieder vollständig hergestellt.

Im Schloss gibt es mehrere Ausstellungen:
- Schlossmuseum mit einer Dauerausstellung zur Reise in die Vergangenheit von Sachsen. Der Weg ins Mittelalter führt nach oben, somit in umgekehrter Reihenfolge.
- Unterschloss mit den fürstlichen Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts
- Burg mit Informationen über die frühe Geschichte von Weesenstein
Evangelisch-lutherische Schlosskapelle

Öffnungszeiten
November bis März: Di – So 10.00 – 16.00 Uhr
April bis Oktober: täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Schließtage: 24./25.12.

Eintrittspreise
Erwachsene 6,00 €, ermäßigt 3,00 €
gesonderte Familien- u. Gruppentarife

Höhepunkte /Angebote
Mittelalterfest (Pfingsten), Schlossweihnacht (1. Advent);
vielfältiges Veranstaltungsprogramm

Adresse
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen
GmbH – Schloss Weesenstein
Am Schlossberg 1, 01809 Müglitztal
Tel. 035027 626-29 I Fax 035027 626-28 I www.schloss-weesenstein.de

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Aus der Geschichte

Im Jahre 1275 wurde die Burg " Weysinberg" erstmals urkundlich als Besitz der Burggrafen Donin erwähnt.

Die Dienstleute vom Schloss und das Handwerk prägten das Leben in Weesenstein. Für sein Aussehen sind vor allem zwei Besitzer verantwortlich.
Die Bünau erhielten die Burg, 7 Dörfer und Liebstadt vom Markgrafen als Lohn für die Kriegsdienste gegen die Donin 1407 als Allod. Ab 1720 wurde sie zum Schloss im Barockstil umgebaut. Dabei entstanden die evangelische Schlosskapelle (1738-1741) und die Fassadenbemalung.

König Anton erwarb das Schloss 1830 von der Familie von Uckermann. Der Prinz und spätere König Johann, verbrachte hier viele Jahre und arbeitete an der Übersetzung der "Göttlichen Komödie" von Dante. Er ließ eine Reihe von Veränderungen im Schlossinneren vornehmen, die bis heute sein Aussehen prägen. Es gibt im Schloss wertvolle Ausstattungen, hervorzuheben sind die Tapeten. Eine Besonderheit von Schloss Weesenstein ist das ständige Wachsen und Anbauen - die Baustiele von der Gotik bis zum Klassizismus treten nebeneinander auf.

Adelsfamilie von Bünau

Adelsfamilie von Bünau

Die von Bünau sind ein altes in Sachsen, Böhmen, Thüringen, Preußen und Württemberg weit verzweigtes deutsches Adelsgeschlecht. Sie stammen aus dem vogtländischen Uradel. Das Stammhaus war in Büna bei Zeulenroda (Thüringen). Der erste Bünau war Kastellan des Naumburger Bischofs auf dessen Burg Schönberg im Burgenlandkreis. Weiterhin dienten sie als Burggrafen und Vögte. In der weiteren Entwicklung verzweigte sich die Familie in 15 Hauptlinien und 28 Nebenlinien. Nach außen hin trat die Familie geschlossen auf. Das Wappen der Bünau mit Leopardenkopf und Lilie lässt sich erstmals 1301 nachweisen.

Gegenüber anderen Adelsgeschlechtern heben sich die von Bünau besonders durch die Wahl der Vornamen ihrer männlichen Familienmitglieder ab. In der Überlieferung sollen in den Hussitenkriegen (1420-34) 200 Abkömmlinge der Familie ums Leben gekommen sein. Nur drei männliche Familienmitglieder mit Namen Heinrich, Günther und Rudolph überlebten. Ihnen zum Andenken sollten alle männlichen Nachkommen ausschließlich einen der drei Vornamen führen.

Günther von Bünau war ein kriegerischer Mann, der in den Dienst der Wettiner trat. Er wurde Truppenführer unter dem Markgrafen Wilhelm I. und kommandierte 1401/1402 die Eroberung von Dohna und auch 1405 der Burg Weesenstein. Die Markgrafen belehnten Günther von Bünau mit Weesenstein und einigen umliegenden Dörfern.
Am 2. April 1504 erhielt Weesenstein von Meißner Bischof das Recht, in der Schlosskapelle Gottesdienste für die Herrschaft und die Dienerschaft abzuhalten. Die eigene Parochie bestand bis 1870.
Die Lehnsbriefe aus dem 15. bis 18. Jh. zeigen den großen Besitz der Bünau. Dazu gehörten neben Weesenstein auch das Schloss und die Stadt Liebstadt, Burkhardswalde, Falkenhain, Nenntmannsdorf, Friedrichswalde, Borna und Anteile an Gottleuba und den Bergwerken.

Am erfolgreichsten betrieb Rudolf (II.) von Bünau (1486 bis 1543) die Territorialpolitik. Er erweiterte den Besitz um Lauenstein (Schloss und Stadt), Burkhardswalde, Biensdorf, Röhrsdorf, Obermeusegast, Seitenhain, Luga, Seidewitz, Hausdorf, Zitzschewig, Dohna, Hosterwitz, Laubegast und Zschachwitz. Er schuf einen zusammenhängenden Familienbesitz im Erzgebirgsvorland.
Im Jahre 1534 erwarb er für 39.000 Gulden die böhmische Herrschaft Tetschen (Děčín).

In der Reformationszeit versuchten die katholisch gesinnten Schlossherrn sich den lutherischen Bestrebungen in Sachsen zu widersetzen. Gegenüber Moritz von Sachsen mussten Rudolf (II.) und Heinrich (II.) von Bünau ihren Widerstand aufgeben.
Im Dreißigjährigen Krieg, in den Jahren 1631 bis 1643, wurde Weesenstein durch die plündernde Schweden schwer verwüstet.

Einen Höhepunkt der Macht und des politischen Einflusses erlangten die Bünau noch einmal unter Heinrich von Bünau, Besitzer von Schloss Seußlitz, als Geheimer Rat und Kanzler des Kurfürsten und polnischen Königs Friedrich August I..

Durch die kriegerischen Ereignisse der Rekatholisierung in Böhmen, des Nordischen Krieges, des Siebenjährigen Krieges und des Befreiungskrieges und ihre wirtschaftlichen Folgen verloren schließlich die Bünau ihren Besitz. 1821 war die Familie auf Grund des wirtschaftlichen Niedergangs als letztes zum Verkauf der Herrschaft Lauenstein gezwungen.


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