Im Tal der Roten Weißeritz

Weisseritztal

Die Weißeritz ist ein 13,7 km langer linker Zufluss der Elbe, welche in die Dresden mündet und ist zusammen mit der Wilden Weißeritz 61 km lang. Sie wird auch Vereinigte Weißeritz genannt, da ihre Quellflüsse, die Rote und die Wilde Weißeritz, bei Freital-Hainsberg zusammentreffen und durch das Döhlener Becken und den Plauenschen Grund ins Elbtal fließen.
Die Rote Weißeritz ist einer der zwei Quellflüsse der Weißeritz und entspringt bei Zinnwald-Georgenfeld. Von der Quelle des Flusses am Speicher Altenberg (Quellgewässer sind der Neugraben, der Quergraben und Sandbach) durchfließt die Rote Weißeritz in einem engen und stark eingeschnittenen Tal größere Waldgebiete und die Orte Waldbärenburg, Kipsdorf, Schmiedeberg, Obercarsdorf und Ulberndorf bis Dippoldiswalde. Sie besitzt 22 Zuflüsse

Unterhalb der Kreisstadt Dippoldiswalde wird der Fluss von der 1908 bis 1913 erbauten Talsperre Malter gestaut. Der Grund für den Talsperrenbau war der Hochwasserschutz nach der Katastrophe von 1897. Unterhalb der Talsperre Malter durchfließt die Rote Weißeritz den Seifersdorfer Grund und den Rabenauer Grund. In Freital Hainsberg vereinigt sie sich mit der Wilden Weißeritz.
An der Roten Weißeritz existierten 35 Mühlen. Die heute noch bekannten Mühlen am Fluss sind:

  • Schellermühle bei Schellerhau
  • Riedelmühle in Waldbärenburg
  • Dorfmühle Obercarsdorf
  • Rathsmühle Dippoldiswalde
  • Rabenauer Mühle
  • Coßmannsdorfer Mühle

Weiterhin gibts es die Wasserkraftwerke:Talsperre Malter mit dem Wasserkraftwerk und Laufwasserkraftwerke Seifersdorf und Rabenauer Grund

Die Roten Weißeritz war ein bekanntes Sportgewässer. Als es noch keine Kanusportkanäle gab wurde hier Kanuslalom gefahren. 1961 fand im Rabenauer Grund von Seifersdorf bis Freital die Weltmeisterschaften im Wildwasserrennsport und Kanuslalom statt. Die Wettkämpfe sahen 30.000 bis 40.000 Zuschauer.
Das Tal der Roten Weißeritz wurde 1840 verkehrsmäßig erschlossen. Die heutige B170 entstand damals als Staatsstrasse im Flusstal von Dippoldiswalde bis Waldbärenburg. Anschließend führt die Straße über Serpentinen auf die Hochfläche bei Altenberg und weiter nach Teplitz und Prag.

Seit 1882/83 verläuft zwischen Hainsberg und Kipsdorf im Tal die schmalspurige Weißeritztalbahn.

Das Tal war auch von den Hochwasserfluten 1897, 1927 und 2002 schwer betroffen. Das Hochwasser zerstörte 1897 im Tal 320 Häuser und riss 19 Menschen in den Tod.

Das Tal der Roten Weißeritz von der Talsperre Malter bis Freital - Coßmannsdorf ist ein Landschaftsschutzgebiet. Der Rabenauer Grund ist als Teil dieses Gebietes Naturschutzgebiet.


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