Im Tal der Gottleuba

Im Tal der Gottleuba

Im Tal der Gottleuba und in den benachbarten Täler der Bahra, Seidewitz und Bahre standenzahlreiche Mühlen. Viele von ihnen existieren heute nicht mehr, einige sind umgebaut und dienen anderen Zwecken. Die Bekannteste ist die Bährmühle in Bad Gottleuba. Sie kann als Museum besichtigt werden.

Zwischen 1890 und 1976 verlief im Gottleubatal die Gottleubatalbahn bis Bad Gottleuba. 1977 wurde der Streckenabschnitt von Pirna-Neundorf nach Bad Gottleuba zurückgebaut. 1999 erfolgte die Festlegung, die verbliebene Industriebahn bis Pirna-Rottwerndorf abzubauen und dies wurde 2002 realisiert.

Hochwasser im Gottleubatal sind seit 1480 nachgewiesen. Für 500 Jahre lassen sich über 50 Hochwasser belegen, die von 1897, 1927, 1957, 1958 und 2002 waren besonders schwer.

Talsperre Bad Gottleuba

Im Tal der Gottleuba

Im Tal der Gottleuba

Im Tal der Gottleuba und in den benachbarten Täler der Bahra, Seidewitz und Bahre standenzahlreiche Mühlen. Viele von ihnen existieren heute nicht mehr, einige sind umgebaut und dienen anderen Zwecken. Die Bekannteste ist die Bährmühle in Bad Gottleuba. Sie kann als Museum besichtigt werden.

Zwischen 1890 und 1976 verlief im Gottleubatal die Gottleubatalbahn bis Bad Gottleuba. 1977 wurde der Streckenabschnitt von Pirna-Neundorf nach Bad Gottleuba zurückgebaut. 1999 erfolgte die Festlegung, die verbliebene Industriebahn bis Pirna-Rottwerndorf abzubauen und dies wurde 2002 realisiert.

Hochwasser im Gottleubatal sind seit 1480 nachgewiesen. Für 500 Jahre lassen sich über 50 Hochwasser belegen, die von 1897, 1927, 1957, 1958 und 2002 waren besonders schwer.

Talsperre Bad Gottleuba

Gottleuba

.. ist ein linker Nebenfluss der Elbe und geologisch betrachtet bildet der Fluss die Grenze zwischen dem Osterzgebirge und dem Elbsandsteingebirge. Die Quellflüsse liegen im böhmischen Teils des Osterzgebirges. Der Zusammenfluss der Hautquellbäche ist in Höhe der Grenzbrücke der Autobahn A17. Nach der Einmündung des Nasenbachs fließt die Gottleuba durch den Oelsengrund zwischen den Ortsteilen Oelsen und Breitenau.

Südlich von Bad Gottleuba wird das Flusswasser durch die Talsperre Gottleuba (14 Mio. m³) gestaut. Im weiteren Verlauf durchfließt sie die Städte Bad Gottleuba und Berggießhübel. Nördlich von Berggießhübel nimmt sie die Bahra auf und fließt weiter nach Langenhennersdorf durch die Stadtteile Neundorf und Rottwerndorf /Pirna. Östlich vom Stadtzentrum kommt die Seidewitz dazu bis dann die Gottleuba zwischen den beiden Pirnaer Elbbrücken in die Elbe mündet. Ursprünglich floss sie näher am Pirnaer Stadtzentrum zur Elbe. Der heutige Verlauf sowie die Mündung wurde durch eine Verlegung infolge des Stadtwachstums geschaffen.

Die Gottleuba hatte eine große wirtschaftliche Bedeutung für die umliegenden Ortschaften im Osterzgebirge. So gab es in Breitenau 5, im Oelsengrund /Oelsen 4 und bis nach Gottleuba 7 Mühlen. In Berggießhübel standen 5, in Langenhennersdorf 4, in Neundorf 2, in Rottwerndorf 4 und in der nahen Stadt Pirna 5 Mühlen. Die Eisenverarbeitung des Magnetit aus Berggießhübels wurde in 7 Hammerwerken vorgenommen.

Hochwasserkatastrophen

1897: vom 29. bis 31. Juli fielen im Flussgebiet der Gottleuba 174 mm Niederschlag pro m². In Bad Gottleuba wurde ein Abfluss von 100 m³/s registriert. In Pirna wurde die komplette Innenstadt überflutet, zahlreiche Gebäude und eine Eisenbahnbrücke der Elbtalbahn wurden zerstört. Die Sachschäden betrug 1 Millionen Goldmark.

1927: In der Nacht vom 8. zum 9. Juli 1927 fielen in wenigen Stunden über 200 mm Niederschlag pro m², davon allein 100 mm innerhalb von 25 Minuten. Insgesamt gingen im Quellgebiet der Gottleuba 3,6 Mill. m³ Wasser nieder. Durch den Bruch eines Treibgutstaus ergoss sich über Berggießhübel eine mehrere Meter hohe Flutwelle mit einer geschätzten Abflussstärke von 400 m³/s, die allein hier 88 Menschen in den Tod riss und das Stadtzentrum weitgehend zerstörte. Im gesamten Gottleubatal kamen etwa 120 Menschen ums Leben. Das Tal war nach der Katastrophe weitgehend verwüstet, zahlreiche Gebäude und Brücken waren zerstört und die Trassen der Talstraße und der Gottleubatalbahn über weite Abschnitte aufs schwerste beschädigt.

1957:Im Juli 1957 und August 1958 ereigneten sich durch überdurchschnittliche Regenfälle wieder starke Hochwasser, welche große Teile der Altstadt überfluteten und Zerstörungen verursachten. Dabei zerbarst die Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Dresden – Prag an der Dampferanlegestelle. Die Wasserbauarbeiten für die Rückhaltebecken und die Talsperre wurden danach bis 1974 ausgeführt.

Gottleubatalbahn

1879 wurde das Gesetz über den Sekundärbahnbau Pirna-Berggießhübel beschlossen und die Bahn war vorrangig für den Güterverkehr konzipiert. Bis November 1879 war der Oberbau auf einer Länge von knapp acht Kilometern bis Neundorf fertiggestellt. Die Stahlbrücken baute die Königin-Marien-Hütte aus Cainsdorf, welche auch das Blaue Wunder von Dresden fertigte. Die Strecke wurde im Juli 1880 feierlich in Betrieb genommen. Die Baukosten betrugen 760.688 Mark. Sie war damit eine der preiswertesten Strecken in Sachsen.

Der Anschluss zu den Steinbrüchen im Lohmgrund erfolgte nach 1893 mit dem Bau der Anschlussbahn über das Seidewitztal nach Großcotta. Diese Bahnlinie war durch das hohe Güteraufkommen eine der rentabelsten in Sachsen. Die günstigen Transportmöglichkeiten ließen viele verschiedene Betriebe, vorrangig sandstein-, holz-, glas-, papier- und metallverarbeitende Betriebe entlang der Strecke, im Stadtgebiet von Pirna, aber auch in Langenhennersdorf ansiedeln. Insgesamt wurden 17 Anschluss- und Zweiggleise verlegt. 1905 erfolgte die Streckenverlängerung nach Gottleuba.

Mit der Eisenbahn fand eine wachsende Zahl von Ausflüglern und Wanderern den Weg ins Gottleubatal. Auch die Zahl der Kurgäste wuchs stetig. In Berggießhübel hatte bereits Anfang des 18. Jh's, in Gottleuba erst mit dem Bau der Badeanstalt 1880/81 der Kurbetrieb begonnen. Die Streckenverlängerung nach Bad Gottleuba führte durch die Kurgäste und durch den zunehmenden Wander- und Ausflugsverkehr zu einer Belebung des Personenverkehrs.

Bekanntheit erreichte die Nebenstrecke zu den Steinbrüchen im Lohmgrund 1945 durch den Fund der hier im Tunnel versteckten Kunstwerke der Dresdner Gemäldegalerie „Alte Meister“. Da Ende der 1960er Jahre eine umfassende Erneuerung von Gleisen und Anlagen nötig gewesen wäre, gab es den Beschluss, den Bahnverkehr im Gottleubatal einzustellen. Für den Bau der Talsperre Gottleuba wurde jedoch die Bahnlinie noch benötigt.

Mehrere Entgleisungen führten 1970 zur Einstellung des Personenverkehrs. Im Güterverkehr blieb die Strecke noch bis 1976 in Betrieb, nach 1977 wurde der gesamte Abschnitt Pirna-Neundorf–Gottleuba abgebaut. Im Stadtgebiet von Pirna blieb sie als Industriebahn erhalten. Der Bahnhof Rottwerndorf wurde sogar in den 1960er Jahren deutlich erweitert. Es entstand der zentrale Material- und Erzverladebahnhof der SDAG Wismut. Es endete hier die 4,4 km lange Seilbahn mit 175 Gondeln a' 1 m³ vom Bergwerk Königstein-Leupoldishain. Täglich wurden hier bis zu 100 Wagen Erz in die Züge nach Crossen und Seelingstädt verladen. 1983 entfiel die Erzverladung, da die Förderung auf Auslaugung umgestellt wurde.

Nach der politischen Wende 1989 verlor die Reststrecke ihre Bedeutung. Am 1. Januar 1997 wurde der Güterverkehr eingestellt. 1999 genehmigte das Eisenbahnbundesamt die Stilllegung des Strecke Pirna–Pirna-Rottwerndorf und realisierte 2002 den Abbau der Gleise.


Berge & Täler im ErzgebirgeBerge & Täler
Burgen und Schlösser im ErzgebirgeSchlösser & Burgen
Museen & AusstellungenMuseen & Ausstellungen
Bergbau & Bergwerke im ErzgebirgeBergbau & Bergwerke

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.