Markus Semmler Besucherbergwerk

Markus Semmler Besucherbergwerk im Erzgebirge

Das Besucherbergwerk in Bad Schlema ist das ehemaligen Objekt 02 der SDAG Wismut. Von 1990 bis 1996 war es möglich, als Besucher im Schacht 371 zeitweise bis zur 1530m Sohle einzufahren. Mit der fortschreitenden Flutung des Grubengebäudes konnte der Schacht nicht mehr genutzt werden.
Der sanierte Schacht 15II wurde ab 1999 als Besucherbergwerk eröffnet und damit den Touristen die Marx-Semler-Stollnsohle zugängig gemacht. In 50m Tiefe können die Besucher den alt- und neuzeitlichen Bergbau in Bad Schlema von seinen Ursprüngen bis zur Wismutzeit an Originalschauplätzen hautnah erleben.
Noch heute entwässert der Markus Semmler Stolln das gesamte Schlemaer, Schneeberger und Schneeberg-Neustädtler Revier.

Öffnungszeiten

Samstag, Sonntag, Feiertags: 10.00 Uhr und 13.00 Uhr
Andere Termine auf Anfrage

Eintrittspreise

Erwachsene: 13,00 € (ab 21 Pers. 10 % Rabatt)
Kinder 10-14 Jahre: 7,50 €
Bergvesper/Mettenschichten: 25,00 € (keine Rabatte möglich)
Geologische Führungen: 18,00 € (keine Rabatte möglich)

Semmler Schacht in Bad Schlema

Aus der Geschichte

Der Markus-Semmler-Stolln ist bereits für 1503 urkundlich belegt. Er wurde zunächst für den Kupfererzbergbau bei Oberschlema angelegt. Später diente er den Gruben des Wismut-, Silber-, Kobalt- und Nickelerzbergbaus in der  Umgebung von Schneeberg. Im 19. Jh. erfolgte die neue Anlage des Mundloches, dass durch den Schlussstein auf das Jahr 1841 datiert ist.
Der Stolln erstreckte sich Ende des 19. Jh's über ca. 43 km. In der zweiten Hälfte des 20. Jh's war der Stolln das erste wichtige Erkundungsniveau für den Uranerzbergbau der SAG/SDAG Wismut und wurde als Bezugslinie für alle tieferen Auffahrungen genutzt. Etwa auf seinem Niveau wurden ab 1946 weitere 174 km Grubenbaue aufgefahren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann durch die damalige Sowjetunion eine systematische Suche nach Uran für Atomwaffen und sie waren erfolgreich. Durch den anschließenden oberflächennahen Abbau kam es zu starken Bodensenkungen in Bad Schlema und der Kurort mußte abgerissen werden.

Die Lagerstätte hatte über 1.000 uranerzführenden Gänge und waren eine der weltweit grössten Uran- Gangerzlagerstätten. Im Jahre 1963 erreichten die rund 12.000 Bergleute mit einer Fördermenge von 4.553 t Uran den Rekord.
1988 wurde mit dem Blindschacht 383III eine Tiefe bis 1.800 m erreicht. Das war zu dieser Zeit die größte aufgeschlossene Teufe in Deutschland.

1991 erfolgte die Einstellung der Erzförderung im gesamten Bergwerk und nach und nach die Flutung des ehemaligen Bergwerkes. 1999 wurde der 1980 geteuften Schacht 15IIb zu einem Besucherbergwerk umgebaut. Besucher werden über eine Seilfahrtanlage in die Tiefe von 46 Metern gebracht. Dort befindet sich die ehemalige Steigerstube. Hier erfolgen die bergbautechnologischen Erläuterungen.

Besucherbergwerk Markus-Semmler 
08301 Bad Schlema I Richard Friedrichstraße 2 I Tel./Fax: 0 37 71/21 22 23 I Telefon: 0 37 71/21 26 76


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